Apotheke - Die Apotheker versorgen Sie nicht nur mit Arzneimitteln, sondern stehen Ihnen auch beratend zur Seite. - © Shutterstock

Gut versorgt mit der Apotheke

Die Leistungen unserer Apotheken sind vielfältig: Beratung zur Einnahme und Wirkung von Medikamenten, Gesundheitschecks, Magistrale Zubereitungen und mehr.

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Die heimischen Apothekerinnen und Apotheker kommen gemeinsam pro Tag auf rund 400.000 Patienten- und Kundenkontakte. Im Schnitt hat eine Apotheke etwa 6.000 verschiedene Medikamente auf Lager; in Summe zählt sie rund 24.000 Arzneimittelpackungen.

Die Apotheker stellen aber auch selbst Arzneimittel her. Diese werden den Bedürfnissen der Kunden angepasst und heißen im Fachjargon „Magistrale Zubereitungen“. Hier werden zum Beispiel individuelle Dosierungen für Kinder oder Senioren angefertigt. Dabei handelt es sich um Sirupe, Tinkturen, Teemischungen, Salben, Zäpfchen oder Kapseln. Viele Apotheken bieten auch apothekeneigene Spezialitäten an, beispielsweise einen Hustensaft oder eine Handcreme.

Eine weitere wichtige Leistung der Apotheken ist die Medikamentenvorsorge im Fall einer Pandemie oder atomarer Katastrophen (Kalium-Jodid-Bevorratung).

Versorgung und Beratung

Die Apotheker versorgen Sie aber nicht nur mit Arzneimitteln, sondern stehen Ihnen auch beratend zur Seite. Sie beantworten Fragen zu Dosierungen, Wirkungen, Neben- und Wechselwirkungen und können individuelle Empfehlungen zur Therapieoptimierung geben. Im Rahmen der Selbstmedikation empfehlen Apotheker ihren Kunden auch rezeptfreie Arzneimittel und erklären deren richtige Einnahme.

Tipp:

In jeder Apotheke kann man nicht mehr benötigte oder abgelaufene Arzneimittel einfach abgeben. Die Apotheke übernimmt dann die fachgerechte Entsorgung.

Es wird auch eine generelle Gesundheitsberatung zu Ernährung und Bewegung, Rauchstopp, Impfungen, Reisevorsorge, gesunder Lebensweise und besserem Wohlbefinden angeboten.

Sie bieten auch Gesundheitschecks an. Häufig werden Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin, Gewicht und Bauchumfang in unseren Apotheken gemessen. Hinzu kommen diverse Schwerpunktaktionen wie Venen-, Allergie-, Muskelkraft- oder COPD-Messungen.

Außerdem gibt es immer wieder auf die Jahreszeit abgestimmte Impfaktionen, etwa zu FSME, Hepatitis oder Pneumokokken. Bei chronisch Kranken erfüllen Apotheker zudem oft die Funktion eines immer verfügbaren Ansprechpartners, der ihnen beratend zur Seite steht.

Rund um die Uhr für Sie da

Die mehr als 1.300 heimischen Apotheken versorgen die Bevölkerung nahezu flächendeckend: Laut der Österreichischen Apothekerkammer erreichen rund 95 Prozent der Österreicher die nächste Apotheke innerhalb von zehn Minuten. In Österreich leisten jede Nacht – auch am Wochenende und an den Feiertagen – rund 265 Apotheken Bereitschaftsdienst.

Außerdem gibt es einen Telefonservice namens „Apothekenruf“, der rund um die Uhr erreichbar ist. Unter der Telefonnummer 1455 wird einem zum Ortstarif die nächstgelegene geöffnete Apotheke genannt. Pharmazeutische Fragen werden zudem direkt von einem Apotheker beantwortet. Der Österreichischen Apothekerkammer zufolge wurde dieser 2017 von 77.000 Personen in Anspruch genommen.

Die Helfer der Apotheker

Ein Pharmazeutisch-kaufmännischer Assistent, kurz PKA, unterstützt den Apotheker bei seiner täglichen Arbeit. Er hilft im Verkauf, berät Kunden, assistiert bei der Herstellung magistraler Zubereitungen und bereitet Arzneimittel vor. Außerdem kümmert sich der PKA um kaufmännische Tätigkeiten wie die Warenbestellung, die Warenannahme und die Buchführung. In seinen Aufgabenbereich fällt auch die Gestaltung der Verkaufsräume und der Schaufenster.

Die Ausbildung zum PKA erfolgt über eine dreijährige Lehre (zweijährig bei AHS- und BHS-Matura). In dieser Zeit besuchen PKAs die Berufsschule und arbeiten bereits in einer Apotheke.

Quelle: „Apotheke in Zahlen 2018“, von der Österreichischen Apothekerkammer