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Was ist eigentlich Laktat?

Vor allem in der Sportmedizin ist Laktat ein relevanter Faktor.

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Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht bei intensiver Muskelarbeit. Je höher die körperliche Anstrengung, umso mehr ist davon im Blut zu finden. Laktat ist ein Produkt der Glucose (Kohlehydrat)-Verstoffwechslung und entsteht hauptsächlich im Skelettmuskel, aber auch in anderen Organen, die überwiegend Glucose als Energiequelle nutzen wie zum Beispiel das Gehirn.

Laktat wird in folgenden Situationen bestimmt:

  • Erkennung von Sauerstoffmangel in Geweben, zum Beispiel bei Durchblutungsstörungen oder einem Schock.
  • In der Sportmedizin.
  • Laktatmessung im Liquor (Gehirnflüssigkeit) bei Verdacht auf Gehirnerkrankungen (zum Beispiel Gehirnhautentzündung).
Laktat-Referenzwert: 0,5 - 2,2 mmol/L

Was bedeuten erhöhte/niedrige Laktatwerte?

Erhöhte Laktatwerte im Blut finden sich unter anderem bei:

  • Sauerstoffmangel im Gewebe (zum Beispiel Darmgangrän),
  • bei einem Schock,
  • oder bei körperlicher Überbelastung (Sportmedizin).

Niedrige Laktatwerte können bei seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen auftrete.

Der Laktat-Test

Der Test, bei dem auch die Herzfrequenz miteinbezogen wird, zeigt an, ab wann ein Sportler den anaeroben Bereich erreicht. Dazu wird die Laktat-Konzentration im Blut gemessen. Sie ist ein Hinweis für die Intensität der Belastung. Bei erhöhter Laktatbildung wird die beanspruchte Muskulatur nicht hinreichend mit Sauerstoff versorgt. Für die Messung wird dem Sportler während eines Belastungstests mehrmals (meist am Ohr) Blut abgenommen und dessen Laktatkonzentration untersucht.

Mit dem Laktat-Test kann die körperliche Leistungsfähigkeit bestimmt werden. Profisportler ziehen die Werte bei der Planung ihrer Trainings heran. Für Hobbysportler lohnt sich der Aufwand aber kaum. In der Regel ist hier die Pulsmessung ausreichend, um die Trainingsbelastung festzustellen.