Mann müde erschöpft - Arbeiten Sie viel vor dem Bildschirm? Bei Computerarbeit sollten Sie Ihren Augen regelmäßige Verschnaufpausen gönnen. Schauen Sie zwischendurch öfter mal aus dem Fenster bzw. in die Ferne. Das tut unseren Augen gut. - © Shutterstock

Augen: überlastet oder entzündet?

Der Unterschied zwischen einer Bindehautentzündung und gereizten bzw. trockenen Augen.

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So richtig nehmen wir unsere Augen erst wahr, wenn sie jucken oder brennen. Dabei müssen sie sich jeden Tag gegen Krankheitserreger und Umwelteinflüsse wie Staub und Abgase zur Wehr setzen. Ist die Abwehr des Auges überlastet, kann es mit einer Entzündung reagieren.

Gereizte und trockene Augen

Bei trockenen Augen werden Bindehaut und Hornhaut nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt. Typische Symptome sind Brennen, Rötungen, Juckreiz, ein Fremdkörpergefühl sowie vermehrtes Tränen.

Häufig sind auch Umweltreize wie Tabakrauch, Autoabgase, Klimaanlagen oder trockene Heizungsluft für die Beschwerden verantwortlich. Auch lange Bildschirmarbeit reizt die Augen. Machen Sie deswegen beim Arbeiten regelmäßig Pausen.

Bei trockenen Augen schaffen Augentropfen oder Augensalben mit beruhigenden und befeuchtenden Inhaltsstoffen aus der Apotheke Linderung.

Achtung:

Gerötete Augen, Juckreiz und ein starker Tränenfluss können auch auf eine Allergie hindeuten. Häufig leiden die Betroffenen zusätzlich unter einer laufenden Nase. Besprechen Sie den Verdacht mit Ihrem Arzt.

Ist es eine Bindehautentzündung? Ab zum Augenarzt

Bei einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) entzündet sich wie der Name schon sagt, die Bindehaut – genauer gesagt entzündet sich die durchsichtige Schleimhaut im vorderen Augenabschnitt zwischen der Augenlid-Innenseite und dem Augapfel.

Die Folge sind rote, juckende, oft schmerzhaft brennende Augen, die in der Früh beim Aufwachen auch verklebt oder eitrig sein können. Viele Betroffene klagen über ein Fremdkörpergefühl, hinzu kommt meist ein vermehrter Tränenfluss. Man unterteilt die Krankheit in ansteckende (infektiöse) und nichtinfektiöse Entzündungen.

Suchen Sie einen Augenarzt auf, wenn Sie eine Bindehautentzündung vermuten. Dieser kann eine bakterielle von einer viralen Augenentzündung unterscheiden und Ihnen eine geeignete Therapie empfehlen.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache:

  • Bakterielle Bindehautentzündungen werden mit antibiotischen Salben oder Tropfen behandelt.
  • Eine virale Infektion kann mit antiviralen Arzneimitteln und befeuchtenden Augentropfen eingedämmt werden.

Achtung:

Anfangs ist häufig nur ein Auge von einer Bindehautentzündung betroffen. Diese kann sich aber auch auf das zweite Auge ausbreiten. Zudem können sich bestimmte Bindehautentzündungen auch auf andere Menschen übertragen.