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Bewegt durch den Frühling

Aktiv bis ins hohe Alter: Der Frühling erweckt unsere Lebensgeister und motiviert uns dazu, mehr Bewegung in unseren Alltag zu bringen. Aber wie soll man anfangen? Wir zeigen es Ihnen.

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Wer schon länger keinen Sport mehr gemacht hat, kann schnell überfordert sein. Ein steigendes Lebensalter macht sich mitunter damit bemerkbar, dass wir nicht mehr so beweglich sind wie früher. Bei manchen Bewegungen ziept und zwickt es jetzt, entweder wegen der Gelenke, der Bandscheiben oder alter Verletzungen, die uns begleiten.

Jahrelange Sportmuffel und jene, die an einer chronischen Krankheit wie Asthma leiden oder in der Vergangenheit einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, sollten sich von einem Arzt grünes Licht geben lassen, bevor es mit der körperlichen Ertüchtigung losgeht. Auch bei Bluthochdruck oder Knie- bzw. Hüftgelenksproblemen sollte eine Rücksprache erfolgen.

Die positiven Eigenschaften von Sport:

Wir haben mehr Ausdauer, schlafen besser, unsere Knochen werden stärker und auch unser Herz-Kreislauf-System profitiert davon. Das sind nur einige Vorteile regelmäßiger Bewegung. Außerdem sind wir geistig fitter, da unser Gehirn besser durchblutet wird. Sportliche Aktivität zahlt sich eigentlich immer aus. Wir beugen Übergewicht, depressiven Verstimmungen und vielen weiteren Alterserscheinungen vor, wenn wir sportlich sind.

Die Qual der Wahl

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Bewegung kann auf unterschiedlichste Art und Weise in unser Leben integriert werden. Die gewählte Aktivität sollte sich bestmöglich in Ihr Leben einfügen und Ihr Wohlbefinden steigern. Erlaubt ist alles, was Spaß macht. Sport ist außerdem nicht immer gleich Sport. Auch regelmäßige Gartenarbeit kann zum Beispiel als sportlicher Akt angesehen werden.

Wer möchte, kann auch einfach versuchen, seine tägliche Schrittzahl zu erhöhen. Lassen Sie bei kurzen Strecken mal das Auto stehen, und erledigen Sie kleine Besorgungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Nehmen Sie öfter mal die Treppe.

Besonders am Anfang neigen viele dazu, es mit dem Sport zu übertreiben und verlieren bereits nach kurzer Zeit die Motivation. Hören Sie in sich hinein und passen Sie die Intensität so an, dass Sie sich wohlfühlen. Das Ziel sollte nie völlige Erschöpfung sein. Wer es mit dem Sport übertreibt, kann sich ernsthafte Verletzungen zuziehen. Schmerzen sind ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass Sie sich übernommen haben und eine Pause einlegen sollten.

Es reicht vollkommen aus, wenn Anfänger mit einem Tag pro Woche beginnen und dann langsam immer mehr Tage dazu nehmen. Ideal ist es, stets einen Tag zu pausieren, damit der Körper auch regenerieren kann. Machen Sie die sportlichen Einheiten langsam zu festen Gewohnheiten in Ihrem Alltag.

Allein oder in der Gruppe?

Wer früher regelmäßig eine bestimmte Sportart ausgeübt hat, kann sich erneut darin versuchen. Sport-Anfänger sollten sich anfangs überlegen, was ihnen am ehesten Spaß macht. Möchten Sie in der Gruppe oder lieber allein trainieren? Treibt es Sie an die frische Luft? Es kann schon ausreichen, täglich einen kleinen Spaziergang zu machen. Später können Sie schneller werden oder ihre Strecke ausweiten.

Anfänger können es mit Nordic Walking, Aqua Fitness, Radfahren, Schwimmen, Yoga, Gymnastik, Wandern oder einem Tanzkurs versuchen. Oft bieten Sportvereine und Volkshochschulen Schnupperstunden an. Wenn Sie an einem Kurs Gefallen finden, können Sie ihn regelmäßig besuchen. Probestunden bieten sich vor allem für jene an, die noch nicht so genau wissen, in welcher Form sie sportlich aktiv werden möchten. In den letzten Jahren hat sich das Angebot immer weiter ausdifferenziert: So gibt es auch spezielle Kursangebote für Personen mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes.

Adressen für gemeinsame Aktivitäten:
www.senior-in-wien.at
www.wuk.at/aktive-senior-innen
www.vhs.at
sportunion.at
www.askoe.at
www.seniorenbund.at
www.seniorentanz.at
www.fitsportaustria.at

Kleine Motivationshelfer

Wenn Sie sich für Sport in den eigenen vier Wänden entscheiden, können Sie sich auf einfache Weise ein paar Unterhaltungsmöglichkeiten schaffen. Auf dem Fahrrad-Ergometer fährt es sich vielleicht besser, wenn er in der Nähe des Fernsehers platziert wird.

Beim Training im Freien können Sie öfter neue Strecken ausprobieren oder die Geschwindigkeit variieren, damit es spannend bleibt. Auch ein Schrittzähler kann die Motivation steigern.

Ganzheitlicher Ansatz

Seniorin Yoga Pilates Bewegung - Jeder kann meditieren lernen. Zwischendurch tanken wir in kurzen Entspannungspausen neue Kraft und finden zur inneren Ruhe. - © Shutterstock
Jeder kann meditieren lernen. Zwischendurch tanken wir in kurzen Entspannungspausen neue Kraft und finden zur inneren Ruhe. © Shutterstock

Sport, gesunde Ernährung und Phasen der Entspannung sollten sich die Waage halten. Vielen Menschen fällt es schwer, innere Ruhe zu finden. Es kann schon genügen, einfach einmal das Handy auszuschalten oder ein gutes Buch zur Hand zu nehmen. Mancher lässt sich vielleicht ein Bad ein, und ein anderer macht einen Spaziergang im Wald.

Entspannung kann auch durch Meditation erreicht werden:

Für eine Meditation brauchen Sie nur einen ruhigen Ort, an dem Sie sich wohlfühlen. Setzen Sie sich zehn Minuten lang mit aufrechtem Rücken hin und hören Sie nur auf Ihren Atem. Es ist ganz normal, dass Anfänger nicht einfach so Ihre Gedanken ausschalten können. Kehren Sie aber immer wieder gedanklich zu Ihrer Atmung zurück, achten Sie darauf, wie sich Ihr Brustkorb hebt und senkt.

Solche kurzen Übungen entspannen nicht nur, sondern geben uns auch neue Kraft für unseren stressigen Alltag. Sie werden sehen, dass Ihnen das mit ein wenig Übung immer besser gelingt. Indem Sie sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren, können Sie das Gedanken-Karussell abschalten.

Nährstoffe und Heilpflanzen

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Eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse, Nüssen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Fisch stellt eine gute Basis dar. Die geistige Leistungsfähigkeit wird unter anderem durch Folsäure, Niacin, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und die Vitamine B1, B2, B12, C und E unterstützt.

Damit das Herz stark und gesund bleibt, sind pflanzliche Öle, ungesättigte Omega 3-Fettsäuren und das Coenzym Q10 von Vorteil. Ein fittes Immunsystem bewirken Selen, Zink und die Vitamine A, C und E. Für starke Knochen sorgen Kalzium und Vitamin D, und den Muskeln kommen Proteine, Magnesium und Kalzium zugute.

Die Heilpflanze Ginkgo kann die Durchblutung verbessern, und ihr wird eine positive Wirkung in Bezug auf die Gedächtnisleistung nachgesagt. Ginseng soll die geistige Leistungsfähigkeit und das Reaktionsvermögen verbessern und uns gegen Infektionskrankheiten stärken. Rosenwurz wirkt bei Stress wahre Wunder und steigert unsere Leistungsfähigkeit. Und Jiaogulan wirkt sich positiv auf den Bluthochdruck und gegen Herz-Kreislauferkrankungen aus.

Nährstoffe und Heilpflanzenextrakte sollten nicht unkontrolliert eingenommen werden. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Apotheker dazu beraten.