Hände Gelenke Arthritis - © Shutterstock

Das hilft bei Psoriasisarthritis

Geschwollene, schmerzende Finger und schuppende Hautstellen kennzeichnen die Erkrankung.

Artikel drucken

Eine Patientin kommt wegen Schmerzen in den Gelenken des Zeigefingers in meine Ordination. Die Gelenke sind diffus geschwollen und druckschmerzhaft. Sie erzählt, dass diese Schwellungen bereits zum zweiten Mal nach anstrengender Hausarbeit auftreten. Auf genaues Befragen hin schildert sie, besonders im Frühjahr unter Schuppen zu leiden. Im Haaransatz finden sich kleine, silbrig glänzende, leicht gerötete, schuppende Hautareale. Eine Psoriasis wurde bis dato nicht diagnostiziert, ist jedoch nicht auszuschließen. Klinisch kann eine rheumatische Gelenkserkrankung wie die Psoriasisarthritis vorliegen, die diagnostisch abgeklärt und vom Arzt behandelt werden muss.

Eine Psoriasisarthritis ist eine Kombination aus Hauterkrankung und Gelenksentzündung (Arthritis). Die Finger-, Zehen-, Knie- und Sprunggelenke sind am häufigsten davon betroffen. Psoriasisarthritis ist nicht heilbar, kann aber sehr gut behandelt werden. Ergänzend dazu helfen einfache Maßnahmen, die Symptome zu lindern und Schüben vorzubeugen. Zum Beispiel diese hier:

Moorbrei kneten

Moor - © Shutterstock
© Shutterstock

Als Erstmaßnahme empfehle ich ihr kühle Moorbäder. In der Apotheke ist hochwertiges Moor für Moorschwebstoffbäder erhältlich. Dieses gibt man am besten in eine Schüssel und knetet den Moorbrei mit den Händen. Nach 15 bis 20 Minuten kann man das Moor von den Händen abstreifen und die Hände für die Nachtruhe in ein Handtuch einschlagen. Den Moorbrei stellt man zugedeckt in den Kühlschrank und kann ihn so am nächsten Tag wieder verwenden.

Die Gelenke aufwärmen

Langsame lockere Bewegungen unterstützen die Regeneration der Gelenke. Wärmen Sie daher Ihre Muskulatur und Gelenke durch lockeres „Durchbewegen“ gut auf.

Dazu lassen Sie einen Ball locker kreisen. Schließen Sie die Finger locker zu einer Faust und strecken Sie sie anschließend langsam und bewusst. Gönnen Sie sich Zeit, bewegen Sie Ihre Muskeln und Gelenke langsam, genießen Sie die Bewegung. Erst die Gelenke langsam durchbewegen, danach die steifen oder schmerzenden Gelenke reiben. In China sind Gelenke Energiesperren; diese löst man, indem man die schmerzenden Gelenke je 30-mal nach vorne und rückwärts kreisend fest reibt.

Durchblutungsfördernde Muskelcremen mit Kampfer, Latschenkieferöl oder Weihrauch wirken unterstützend, können jedoch ein aktives Aufwärmen nicht ersetzen.

Zeit für einen „Gelenkstee“

Tee - © Shutterstock
© Shutterstock

Lassen Sie sich ergänzend einen Tee in Ihrer Apotheke mischen:

  • Je 26 g Hagebutte und Weidenrinde sowie
  • je 12 g Birkenblätter, Hauhechelwurzel, Löwenzahnwurzel und Löwenzahnkraut.

Zwei gehäufte Teelöffel der Teemischung werden mit ¼ l siedendem Wasser übergossen und zehn Minuten lang ziehen gelassen.

Dieser Tee kann zur Milderung der rheumatischen Beschwerden zweimal täglich getrunken werden. Nach etwa vier Wochen sollte eine längere Pause eingelegt werden.

„Gelenksöl“ selbst mischen

Zum Einreiben der Gelenke ist ein einfaches Öl, das Sie selbst mischen können, aus jeweils zehn Tropfen Weihrauchöl, Lavendelöl und Melissenöl sowie 100 ml Johanniskrautöl empfehlenswert. Den betroffenen Finger bzw. Bereich massieren Sie damit täglich fünf Minuten lang mit weichen kreisenden Bewegungen.

Auf die Ernährung achten

Natürlich kann auch die Ernährung unsere Schmerzen beeinflussen. Je frischer und bunter unsere Mahlzeiten sind, desto mehr natürliche Antioxidantien nehmen wir zu uns. Schmerzinduzierende Stoffe können so auf natürliche Weise reduziert werden.