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Die besten Mittel gegen Gelsen

Von ätherischen Ölen bis Repellents: Die Mückenschutz-Optionen

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Gelsen können einem die warmen Sommerabende ganz schön vermiesen. Um den lästigen Blutsaugern zu entgehen, steht eine ganze Palette an Möglichkeiten bereit. Europäische Mücken kann man auch auf sanfte Weise fernhalten. Gegen tropische Mücken kommt man aber nicht ohne Gelsensprays (Repellents) an.

Einheimische Gelsen fernhalten

Bremsen, Fliegen, Stechmücken usw. orten Ihre Opfer über Gerüche. Da liegt der Gedanke nahe, sie mit unangenehmen Gerüchen zu vertreiben. Vor allem ätherische Öle wie Eukalyptus-, Lavendel-, Teebaum-, Sandelholz- und Zitronellöl mögen die Blutsauger gar nicht. Der Wirkstoff Citriodiol gilt als besonders wirksam. Er ist in Mischungen aus Eukalyptus- und Zitronellöl vorrangig vorhanden.

Vorsicht bei den Kleinsten:

Starke ätherische Öle mit Menthol (etwa Pfefferminz- oder Eukalyptusöl) können bei Babys oder Kleinkindern einen lebensbedrohlichen Stimmritzenkrampf mit Atemnot auslösen und sollten deshalb unbedingt vermieden werden. Bei Babys und Kleinkindern sollte der Schutz deshalb besser durch Textilien erfolgen.

Für größere Kinder und Erwachsene ist die Anwendung ätherischer Öle im Grunde unbedenklich. Da es sich aber um hochwirksame Stoffe handelt, können diese bei einigen wenigen Menschen Reizungen oder Allergien hervorrufen. Man kann sehr leicht austesten, ob man auf ätherische Öle reagiert: Mischen Sie einen Tropfen ätherisches Öl mit einem Esslöffel Maiskeim- oder Olivenöl und tragen Sie ihn auf den Handrücken oder die Ellenbeuge auf. Rötet sich die Haut, dann sollte keine weitere Anwendung erfolgen.

Da ätherische Öle konzentriert sind, sollten Sie nie ohne Weiteres auf die Haut aufgetragen werden. Auf 100 ml Körperlotion oder Olivenöl kann man im Schnitt 20 Tropfen ätherisches Öl verwenden. Um die Wirkung die Wirkung zu erhalten, sollte die Mischung regelmäßig erneuert werden, vor allem nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen.

Gehen Sie mit Räucherspiralen vorsichtig um. Manche Menschen reagieren darauf mit gereizten Augen oder einem kratzenden Hals. Wenn man bedenkt, dass es dabei meist um synthetisch hergestellte Stoffe handelt, die bei großer Hitze in giftige Stoffe umgewandelt werden können, ist das keine Überraschung.

Natürlichen Mückenschutz ganz ohne Nebenwirkungen bietet helle, weite, lange Kleidung. Das Gleiche gilt auch für Knoblauch und Petersilie. Sie können auch als Ölkapseln eingenommen werden (In der Apotheke erhältlich).

Es wird außerdem vermutet, dass Vitamin B1 (Thiamin), zum Beispiel in Form von Kapseln eingenommen, den eigenen Körpergeruch so verändern kann, dass er für Gelsen uninteressant wird.

In der Ferne sind andere Mittel notwendig

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In tropischen Gebieten sind ätherische Öle kein ausreichender Schutz. Dort sollten Sie echte Repellents (chemische Substanzen zur Abwehr von Insekten) verwenden. Auch diese Produkte erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Gelsen in manchen Ländern Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen können und achten Sie dementsprechend auf ausreichenden Schutz.

Tropische Mücken hält man sich am besten mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid (besser bekannt unter der Abkürzung „DEET“) vom Leib. Achten Sie darauf, dass das Produkt mehr als 20 Prozent DEET enthält. Wenn Sie dieses Mittel auftragen, sollten Sie auf alkoholhaltige Kosmetika verzichten. Beachten Sie außerdem, dass DEET Kunststoffe angreifen kann. DEET ist nicht für Schwangere oder Stillende geeignet und darf bei Kindern erst ab einem Alter von zwei Jahren verwendet werden.

Präparate mit dem Wirkstoff Icaridin wirken ebenfalls gut gegen tropische Mücken, sind für Kunststoffe unbedenklich und eine Option für Schwangere und Stillende. Für Kinder ist Icaridin allerdings ebenfalls erst ab zwei Jahren geeignet.

Anwendungstipps:

  • Zuerst den Sonnenschutz auftragen und erst 15 Minuten später das Gelsenmittel.
  • Sprühen Sie sich flächendeckend mit dem Präparat Ihrer Wahl ein, sparen Sie dabei aber die Augen, Schleimhäute, Lippen und die Nase aus.
  • Tragen Sie das Repellent nicht auf verletzte Körperstellen auf – dazu zählt auch ein frischer Sonnenbrand.

Bereits gestochen worden?

Wenn Gelsenstiche zu jucken beginnen, kann bereits ein kühler, feuchter Umschlag helfen. Noch besser sind kühlende Gels oder Lotionen mit Menthol und Nelkenöl. Bei Schwellungen nach Insektenstichen kann ein Umschlag mit essigsaurer Tonerde wahre Wunder vollbringen (in der Apotheke sind Cremes damit erhältlich). Sie können an der Einstichstelle aber auch ein Antihistaminikum in Gel-Form auftragen. Dieses kühlt ebenfalls und stillt den Juckreiz.