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Gastritis: Wenn der Magen brennt ...

Mögliche Symptome, Behandlungsoptionen und homöopathische Helfer.

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Ursachen für eine Magenschleimhautentzündung sind Stress, Angstzustände, Süßigkeiten, zu viel oder zu wenig Magensaft, Nierenerkrankungen, Stoffwechselstörungen, hormonelle Störungen, Nikotin, Alkohol sowie zu schnelles, zu kaltes, zu heißes oder zu scharfes Essen. Darüber hinaus können bestimmte Medikamente die Magenschleimhaut angreifen, zum Beispiel Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR).

Die Gastritis ist eine entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut. Diese kleidet den Magen an der Innenseite aus. Ihr zähflüssiger Schleim schützt die tiefer liegenden Schichten der Magenwand vor aggressivem Magensagt. Liegt eine Gastritis vor, kann die Magensäure jedoch bis zur Magenwand durchdringen.

Mögliche Symptome

Die Symptome einer Gastritis sind brennende, krampfende und bohrende Schmerzen im Oberbauch oder hinter dem Brustbein, die oft bis in den Rücken ausstrahlen. Auch brennendes Aufstoßen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Durchfall können auftreten. Oft werden die Beschwerden nach dem Essen kurzzeitig besser, um heftig zurückzukehren.

Die akute Gastritis setzt plötzlich mit heftigen Beschwerden ein. Die chronische Gastritis verläuft dagegen oft jahrelang fast unbemerkt. Bleibt sie unbehandelt, erhöht sich das Risiko für ein Magengeschwür oder Magenkrebs.

Gastritis Sympome Illustration - © Shutterstock/red
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Die drei Formen der chronischen Gastritis

  1. A-Gastritis oder Autoimmungastritis: Die A-Gastritis ist relativ selten und macht insgesamt nur etwa 5 Prozent aller chronischen Gastritiden aus. Ursache für die Entzündung ist eine, meist erblich bedingte Autoimmunreaktion. Sie kann zu einer Anämie (Blutarmut) führen. Die perniziöse Anämie (perniziös = schädlich, verderbend) ist eine häufige Folge bei Vitamin B12-Mangel. Zudem wird kein Magensaft mehr gebildet. Säure und Enzyme fehlen zur Nahrungsverdauung.
  2. B-Gastritis oder bakterielle Gastritis (Helicobacter pylori-Gastritis): Dieser mit Abstand häufigste Gastritistyp wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori verursacht.
  3. C-Gastritis oder chemisch induzierte Gastritis: Dieser Gastritistyp kann durch zahlreiche Medikamente, Alkohol oder durch Reflux von der Galle aus dem Duodenum in den Magen verursacht werden.

Diagnose und Behandlung

Eine Gastritis kann mit einer Magenspiegelung (Gastroskopie) festgestellt werden. Mithilfe des so genannten Endoskops ist es dem Arzt möglich, die Magenschleimhaut zu begutachten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Gewebeproben zu entnehmen, die im Labor untersucht werden.

Eventuell rät der Arzt außerdem, bestimmte Medikamente einzunehmen, zum Beispiel Antazida, sie puffern die Magensäure ab. Aber auch Antihistaminika und Protonenpumpenhemmer (sie hemmen die Säureproduktion) werden eingesetzt.

Ernährung bei Gastritis

Bei der Vorbeugung und Behandlung von Magenbeschwerden sollten Sie sehr auf eine ausgewogene Ernährung achten, um Ihren Stoffwechsel zu entlasten und Ihr Immunsystem zu stärken.

Ungesüßte Tees, Zwieback, getoastetes Weißbrot, Knäckebrot, Schleimsuppen, kleine Zwischenmahlzeiten (zum Beispiel Joghurt, Buttermilch, Banane etc.) und gründliches Kauen tun unserem Magen gut. Der Magen eines Gastritikers sollte nie ganz leer sein. Frittieren und Herausbacken sind No-Gos, Sie sollten Ihre Speisen lieber kochen oder garen.

Homöopathische Helfer

  • krampfartige Magenschmerzen, Übelkeit, saures Erbrechen, saures Aufstoßen – Acidum nitricum
  • heftiges Aufstoßen, starke Übelkeit, Magenschmerzen heftig, brennend oder krampfartig, in die Wirbelsäule ausstrahlend – Bismutum subnitriticum
  • Leeregefühl im Magen, krampfartige nüchterne Magenschmerzen, Verstopfung – Semecarpus anacardium
  • Schwere- und Völlegefühl des Magens, Magen ist empfindlich gegen Kleiderdruck, Aufstoßen bitter und sauer, Magenschmerzen krampfhaft mit Erbrechen – Nux vomica

Weitere Tipps

  • Um den Magen zu beruhigen, eignen sich Fenchel-, Pfefferminz- und Kamillentee.
  • Heublumensäckchen: Ein Leinensäckchen zur Hälfte mit Heublumen aus der Apotheke füllen, etwas anfeuchten und 25 Minuten zugedeckt im Wasserdampf erwärmen, anschließend auflegen.