Kuss Illustration - In jedem Milliliter Speichel befinden sich rund 100 Millionen Bakterien. - © Shutterstock
Mundhygiene

Ist Küssen gefährlich?

Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihren Mund „kussfrisch“ halten. Apotheker-Tipps rund um die richtige Mundhygiene:

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Wie gefährlich Küssen tatsächlich ist, ist eine Frage des Standpunktes. Von der emotionalen Seite wohl eher nicht, von der hygienischen eher schon, denn jeder von uns hat seine individuelle Mundflora. Manche Bakterienspezies in der Mundhöhle fördern zum Beispiel Karies und Parodontitis.

Etwa 600 bis 700 unterschiedliche Mikroorganismen können als potenzielle Bewohner der Mundhöhle vorkommen, und in jedem Milliliter Speichel befinden sich rund 100 Millionen Bakterien. Mundhygiene-Maßnahmen sind daher ein Gebot der Stunde, denn Mundgeruch und verfärbte Zähne verleiden jeden Kuss.

Erfrischende Zusätze in Zahnpasten wie Menthol, Eukalyptus oder andere ätherische Öle täuschen durch den frischen Geschmack ein Gefühl der Sauberkeit vor, obwohl die Zahnbeläge durch das Putzen noch gar nicht entfernt worden sind. Dazu wären je nach Intensität der Reinigung drei bis fünf Minuten notwendig.

vom Apotheker
  • Kaufen Sie sich alle zwei Monate eine neue Zahnbürste, spätestens jedoch dann, wenn die äußeren Borsten vom Bürstenkopf schon seitlich abstehen.
  • Die Bürste soll am besten mittelhart sein, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen, und einen kleinen Bürstenkopf haben, der gezieltes Putzen einzelner Zähne erlaubt.
  • Fluorid ist immer noch der beste Schutzfaktor gegen Karies in Zahnpasten. Nach dem Zähneputzen ist exzessives Ausspülen kontraproduktiv: Dadurch geht der größte Teil des zugeführten Fluorids gleich wieder verloren.
  • Medizinische Mundspüllösungen können die mechanische Mundhygiene nur für kurze Zeit ersetzen, etwa bei und nach Zahn- oder Parodontaloperationen.