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Nie ohne Rucksack-Apotheke

Egal, ob eine kurze Tagestour, eine Wanderwoche oder Bergsteigen auf dem Plan steht, eine gute Vorbereitung und Ausstattung sind unerlässlich, denn passieren kann immer etwas.

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Nach dem Grundsatz „weniger ist mehr“ sollte im Rucksack stets ein Platz für eine kleine Notfallapotheke reserviert sein. Was unbedingt hineingehört, lesen Sie hier. Ihr Apotheker stellt es aber auch nach Ihren individuellen Ansprüchen zusammen.

Ein kleines Erste Hilfe-Set bildet die Grundausstattung zur korrekten Versorgung von kleinen Wunden und Verletzungen. Um Infektionen vorzubeugen, packt man am besten ein gutes Desinfektionsmittel dazu, wer mehrere Tage unterwegs ist, nimmt noch eine Wund- und Heilsalbe mit. Ergänzend dazu empfehlen sich ein Dreiecktuch, das auch als Sonnenschutz verwendet werden kann, sowie eine Rettungsdecke, um den Verletzten vor dem Auskühlen oder zu großer Sonneneinstrahlung zu schützen.

Kühlen steht bei Prellungen oder Verstauchungen an erster Stelle, ist aber unterwegs nicht immer einfach. Hier helfen kühlende Gelkissen und Gelbandagen. Sie sind sofort gebrauchsfertig, kühlen bis zu acht Stunden und brauchen kaum Platz. Ebenso praktisch sind Kühlsticks mit Arnika und Ringelblume; sie kann man bei leichten Prellungen ebenso einsetzen wie bei Insektenstichen.

Insektenschutz Spray - © Shutterstock
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Je nach Witterung runden der passende Sonnenschutz sowie ein Insektenschutzmittel die Rucksack-Apotheke ab.

Blasen vorbeugen

Nichts trübt das Wandervergnügen schneller als eine schmerzhafte Blase am Fuß. Passgenaue Socken und Wanderschuhe, am besten schon eingetragen, bilden den besten Schutz dagegen. Bereits zu Hause sollten die Füße regelmäßig mit reichhaltigen Cremen mit Harnstoff oder Hirschtalg gepflegt werden. So wird die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt, bleibt elastisch und robust gegen Reibung. Hirschtalg in Stickform eignet sich perfekt für unterwegs und passt in jeden Rucksack.

Bilden sich trotzdem Blasen, so verschaffen spezielle Blasenpflaster rasche Linderung und ermöglichen in den meisten Fällen ein Weiterwandern ohne Schmerzen. Blasen dabei nicht öffnen, so heilen sie schneller und komplikationsloser ab.

Trinken nicht vergessen!

Wasser oder verdünnter Apfelsaft gelten als die besten Durstlöscher. Nach der Tagesetappe verschaffen Magnesiumpräparate mit Aminosäuren zum Trinken eine schnellere und bessere Regeneration der Muskulatur und machen fit für den nächsten Tag. Magnesium-Direktsticks eignen sich optimal für einen Energieschub untertags – sie ermöglichen eine Einnahme ohne Wasser.

Alpines Notfallsignal

Wen es in die Berge zieht oder wer gerne allein unterwegs ist, der braucht eine Signalpfeife und sollte das alpine Notfallsignal kennen, um im Ernstfall Hilfe rufen zu können.

Alpines Notsignal: 1 Min. lang alle 10 Sek. ein Signal - 1 Min. Pause - 1 Minute lang alle 10 Sek. ein Signal
Alpines Antwortsignal: 1 Min. lang alle 20 Sek. ein Signal - 1 Min. Pause - 1 Minute lang alle 20 Sek. ein Signal

►Die Internationale Notrufnummer lautet: 112. Sie funktioniert auch ohne Netz-Empfang. Geben Sie stattdessen einfach den Pincode ein.

Guter Rat zum Schluss

Die beste Ausrüstung hilft nur dann, wenn man im Notfall richtig zu handeln weiß. Der Besuch eines Erste Hilfe-Kurses kostet nicht viel, zahlt sich aus und kann im Ernstfall Leben retten – auch das eigene.

Eine Rucksack-Apotheke beinhaltet:
  • sterile Wundauflagen
  • elastische Binden
  • Verbandspäckchen
  • Pflasterstrips
  • Heftpflaster auf Spule
  • Schere und Pinzette
  • Schutzhandschuhe
  • Leitfaden für die Erste Hilfe