Psoriasis Hautkrankheit - Etwa 85 Prozent aller Betroffenen leiden an Psoriasis vulgaris, welche vorwiegend an den Außenseiten der Ellbogen- und Kniegelenke sowie im Bereich des Kopfes oder der Nägel auftritt. - © Shutterstock

Psoriasis – wenn die Haut schuppt ...

Unsere Tipps zur Behandlung leichter Psoriasis

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Rund 250.000 Österreicher leiden an Schuppenflechte, wie Psoriasis im Volksmund genannt wird. Dabei handelt es sich um eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. Ursache ist eine Fehlsteuerung im Immunsystem, die zu einer beschleunigten Hauterneuerung führt. Normalerweise benötigt eine gesunde Oberhaut etwa vier Wochen, um sich zu erneuern. Bei der Psoriasis-Haut läuft dieser Prozess innerhalb von drei bis vier Tagen ab. Die Folgen sind sichtbare Rötungen, Hautverdickung und die Bildung von typisch silbrig-weißen Schuppen.

Eine schwer ausgeprägte Psoriasis ist auch ein Risikofaktor für Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Tipps zur Behandlung leichter Psoriasis

  • Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise: Dazu gehören ausreichende Bewegung, ein optimales Körpergewicht, Nichtrauchen, der Verzicht auf Alkohol bzw. ein mäßiger Alkoholkonsum sowie die Beseitigung chronischer Infektionsherde wie zum Beispiel an den Zähnen oder im Zahnfleisch.
  • Cremen, cremen, cremen! Wie bei den meisten Hautkrankheiten stützt sich die Therapie neben einer speziellen Hautpflege auf Salben, Cremes und Lotionen, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Die wichtigsten rezeptpflichtigen (!) Wirkstoffe sind entzündungshemmende Kortikosteroide, wachstumshemmende Vitamin D-Analoga oder die ebenfalls das Wachstum der Zellen hemmenden Wirkstoffe Dithranol und Tazaroten.
  • Salzbäder: Ein Salzbad sollte stets ein Vollbad sein. Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 36 und 38 ° C, um optimal auf die Haut einwirken zu können. Die Dauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten, aber zumindest 12 Minuten betragen. Ein Erfolg kann sich jedoch nur dann einstellen, wenn Sie dies 2- bis 3-mal pro Woche durchführen.
  • Auch eine Lichttherapie mit UV-Bestrahlung kann sehr hilfreich sein. Diese sollte jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da UV-Strahlen in zu hohen Dosen schädlich auf das Körpergewebe wirken.