Händewaschen Hygiene - © Shutterstock

So geht richtiges Händewaschen

Eine einfache Maßnahme um Infektionen zu vermeiden ist das regelmäßige Waschen der Hände mit Wasser und Seife. Alternativ kann man auch ein alkoholhaltiges Desinfektionsmittel verwenden.

Artikel drucken

Im Alltag greifen wir uns viele Male unbewusst ins Gesicht – nämlich bis zu 16-mal in der Stunde. Viren und Bakterien können auf diese Weise über die Augen, Nase oder den Mund in den Körper eindringen. Bis zu 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten – darunter Erkältungen, die echte Grippe oder Magen-Darm-Infektionen – werden über die Hände übertragen.

Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden

Gründliches Händewaschen kann Schutz bieten. 20 bis 30 Sekunden sind laut Experten notwendig, um die Keimzahl so weit zu reduzieren, dass eine Ansteckung nicht mehr oder kaum mehr möglich ist.

Wer sich regelmäßig die Hände wäscht, schützt aber auch seine Mitmenschen. Ein Weiterreichen der Erreger kann eingedämmt bzw. verhindert werden.

Richtig = Gründlich

Richtiges Händewaschen Anleitung - Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum richtigen und vor allem gründlichen Händewaschen. - © Shutterstock/red
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum richtigen und vor allem gründlichen Händewaschen. © Shutterstock/red
  1. Eine Flüssigseife verwenden, sie ist hygienischer.
  2. Die Handflächen mit Seife gegeneinander reiben.
  3. Beide Handrücken gründlich einseifen.
  4. Die Fingerzwischenräume ineinander haken und reiben.
  5. Den Daumen mit der jeweils anderen Hand waschen.
  6. Die Handgelenke mit der jeweils anderen Hand waschen.
  7. Die Hände mit fließendem Wasser gründlich abspülen.
  8. Die Hände mit einem sauberen Tuch gründlich abtrocknen.

Wann sollte man sich die Hände waschen?

  • Vor und nach der Zubereitung von Essen (z.B. nach der Berührung von rohem Fleisch).
  • Vor und nach jeder Mahlzeit.
  • Vor und nach dem Kontakt mit kranken Menschen.
  • Vor und nach dem Reinigen einer Wunde.
  • Vor dem Einsetzen oder Herausnehmen von Kontaktlinsen.
  • Nach der Benutzung der Toilette.
  • Nach dem Kontakt zu Tieren.
  • Nach dem Schnäuzen, Husten oder Niesen (in die Hände).
  • Nach dem Kontakt mit Abfällen.
  • Wenn man nachhause kommt.
  • Wenn die Hände schmutzig sind.

Tipps zur Hygiene

  • Berühren Sie Ihr Gesicht oder Ihre Augen nicht mit den Händen.
  • Falls Sie niesen oder husten müssen, sollten dafür Einmaltaschentücher verwendet werden.
  • Verwenden Sie milde und pH-neutrale Seife, um die Haut nicht zu sehr zu strapazieren.
  • Nach dem Händewaschen kann man empfindliche oder strapazierte Hände mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflege eincremen.

Händewaschen oder desinfizieren?

Eine Alternative zum Händewaschen mit Wasser und Seife sind alkoholhaltige Desinfektionsmittel. Diese eignen sich besonders für unterwegs, wenn keine Möglichkeit besteht sich die Hände mit Seife zu waschen.

Das Mittel wird in die trockenen Hände gerieben. Wichtig ist es, ausreichend von dem Mittel zu verwenden: Hände und Handgelenke sollten gut damit benetzt sein. Verreiben Sie deshalb ca. 1 Teelöffel zwischen den Händen.

Man reibt die Innen- und Außenflächen der Hände sowie Finger und Fingernägel gründlich damit ein und lässt das Mittel 30 Sekunden lang einwirken. Anschließend sollen die Hände nicht abgewaschen werden.

Erst gründlich die Hände mit Sei­fe waschen und danach ordentlich desinfizieren? Besser nicht! Denn Seifenreste an den Händen neutralisieren die Wirkung zahlreicher Desin­fektionsmittel. Also besser mehrmals am Tag die Hände gründlich waschen.

Händewaschen ohne Seife?

Mit Seife lassen sich Schmutz und Erreger gründlicher von der Haut entfernen. Falls aber einmal keine Seife zur Verfügung steht, macht es trotzdem Sinn, sich die Hände zumindest mit Wasser zu waschen. So wird zumindest ein Teil der Keime entfernt.