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Tipps bei Blähungen und Völlegefühl

Ein aufgeblähter Bauch, ein unangenehmes Völlegefühl, Sodbrennen oder krampfhafte Schmerzen – viele Menschen kennen derartige Symptome nur allzu gut.

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Meist sind es die zu üppigen und zu fetten oder süßen Mahlzeiten, welche unseren Bauch aussehen lassen, als hätten wir einen Ballon verschluckt. Aber auch so manches gesunde Gemüse wie Kohlsorten oder Zwiebeln können unangenehme Blähungen auslösen.

Die Ursache liegt oft in zu üppigem Essen, „blähendem“ Gemüse oder einer Unverträglichkeit.

Erste Abhilfe schaffen kleinere Portionen, fettärmere Nahrungsmittel und das Vermeiden von blähenden Speisen. Bewegung bringt die Darmperistaltik in Schwung und löst so manches „luftige“ Problem.

Manchmal kann auch eine ausgeprägte Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln bestehen. Fruchtzucker, Lactose oder Gluten können dabei die Problemverursacher sein. Nicht zu vergessen sind Lebensmittelzusätze in Fertigprodukten sowie Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit.

Woher kommt die Luft?

Der größte Anteil der Darmgase fällt bei der Verdauung selbst an und passiert den Darm in ungefähr 30 Minuten. Eingeklemmte Luft im Darm selbst kann viele Gründe haben. Neben dem Reizdarmsyndrom können auch eine ausgeprägte Verstopfung oder mechanische Verengungen des Darms wie Narben, Entzündungen oder eine Geschwulst dahinterstecken.

Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss unserer Psyche auf die Verdauung: Stress und seelische Spannung schlagen sich oft auf Magen und Darm. Ebenso kann eine gestörte Darmflora das Entstehen von Blähungen, Verstopfung oder Durchfällen fördern.

Erste Hilfe bei Völlegefühl

Heilpflanzen wie Anis, Fenchel, Kümmel oder Pfefferminze werden seit jeher wegen ihrer entblähenden und krampflösenden Wirkung geschätzt. Als Teemischung oder in Form von Tropfen oder Tabletten nach den Mahlzeiten eingenommen sorgen sie für einen raschen Abgang der Darmgase.

Bei nervös bedingten Darm-Problemen empfehlen sich Melisse und Lavendel. Ist eher die Galle beziehungsweise Fettverdauung gestört, so sollte man zu Artischockenpräparaten greifen.

Um die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen, braucht es eine ausgewogene Ernährung mit Ballaststoffen und viel Gemüse. Probiotische Arzneimittel aus Ihrer Apotheke unterstützen dabei.

von der Apothekerin

  • Teemischung: Anis, Fenchel, Kümmel zu gleichen Teilen in der Apotheke mischen lassen; einen gehäuften Teelöffel der Mischung in einem Mörser leicht anstoßen, dadurch entfalten ätherische Öle ihre Wirkung noch besser; mit 250 ml kochendem Wasser übergießen; 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und nach jeder Mahlzeit trinken.
  • Bewegung bringt den Darm in Schwung: „Nach dem Essen statt dem Ruh`n – lieber 1.000 Schritte tun“
  • Ausreichendes Kauen und gutes Einspeicheln der kleinen Bissen leiten die Verdauung ein und entlasten Magen und Darm.
  • Keine gute Hilfe ist das „Verdauungsschnapserl“. Der hohe Alkoholgehalt verlangsamt nämlich die Magenentleerung.