Knie Gelenke - Um in Form zu bleiben, brauchen Gelenke vor allem eins: regelmäßige, moderate Bewegung. - © Shutterstock

Tipps für einen gesunden Bewegungsapparat

Fangen die Muskeln und Gelenke zu schmerzen an, schränkt das unsere Lebensqualität massiv ein.

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Rund 400 Skelettmuskeln sorgen für unsere Beweglichkeit. Die Gesamtzahl der Gelenke im menschlichen Körper beträgt – wenn man die echten und unechten Gelenke zusammenzählt – 360 Stück.

Was sind Muskelschmerzen?

Muskelschmerzen treten häufig nach Verletzungen und Überlastung auf, zum Beispiel als Prellung, Muskelfaserriss, Muskelkater etc. Auch eine sich anbahnende Erkältung kann sich mit Muskelschmerzen bemerkbar machen.

Fehlende Bewegung und sitzende Tätigkeiten, gepaart mit einer Fehlhaltung, ergeben oft Muskelverspannungen, die vor allem im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich auftreten und in die Arme ausstrahlen können.

Wenn das Gelenk „zwickt“ …

Unter „Rheuma“ – medizinisch korrekt heißt es „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“ – werden über 100 verschiedene Erkrankungen zusammengefasst. Während bei der rheumatoiden Arthritis eine Fehlsteuerung des Immunsystems zugrunde liegt, ist bei der Arthrose eine Abnutzung der Gelenke ursächlich. Gelenkverschleiß oder Arthrose ist mit Abstand die führende Gelenkserkrankung. Am häufigsten betroffen sind die Knie, aber auch der Rücken. Hier machen zum Beispiel die kleinen Wirbelgelenke Probleme.

Für schmerzende Ellbogen und Schultern sind hingegen oft lädierte Sehnen und Schleimbeutel verantwortlich. Ellbogen und Knie können sich unter anderem bei Gicht oder chronischer Borreliose entzünden. Allerdings liegt der typische Brennpunkt bei der Gicht im Großzehengrundgelenk. Auch unsere Finger sind im Fokus vieler Krankheiten wie Arthrose und Rheuma.

Kreuzschmerz durch die Hüfte?

Das Hüftgelenk ist als mögliche Schmerzquelle nicht zu vernachlässigen. Zwar verursacht eine Arthrose des Hüftgelenks vor allem in der Leiste und im Oberschenkel Schmerzen. Manchmal werden diese aber auch im Gesäß, über der Hüfte, eventuell auch im Kreuz verspürt.

Typische Beschwerden sind Start- oder Anlaufschmerzen morgens oder nach längerem Sitzen, Schmerzen bei längerem Gehen und schließlich Schmerzen auch in Ruhe sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit. Arthrose-, Gicht- und Rheumaerkrankungen müssen von einem Facharzt behandelt werden.

von der Apothekerin

Bleiben Sie aktiv. Um in Form zu bleiben, brauchen Gelenke vor allem eins: regelmäßige, moderate Bewegung. So kann die so genannte Gelenkschmiere die Gelenke gut „ölen“. Außerdem relevant ist das Körpergewicht: Gelenke, die nicht dauernd zu schwer tragen müssen, bleiben länger fit.

Passende Mikronährstoffe

Ernährung Magnesium - Magnesium ist zum Beispiel in Bananen enthalten. - © Shutterstock
Magnesium ist zum Beispiel in Bananen enthalten. © Shutterstock

Kalium und Magnesium sind für eine gesunde Muskelfunktion unverzichtbar. Als Mineralstoff gehören Kalium ebenso wie Magnesium, Natrium, Calcium, Phosphat und Chlorid zu den Elektrolyten. Kalium spielt eine entscheidende Rolle bei der Weiterleitung elektrischer Impulse an den Nerven- und Muskelzellen.

Magnesium entspannt einerseits die Muskeln – Wadenkrampfgeplagte kennen die Wirkung von Magnesium gut. Andererseits reguliert es nicht nur das Erschlaffen der Skelett-, Herz- und Gefäßmuskulatur, sondern auch deren Kontraktion. Zu den häufigsten Mangelsymptomen gehören Muskelzittern, Muskelschwäche und Muskelkrämpfe.

Die Therapieoptionen

In der Selbstmedikation haben sich in diesen Fällen nichtsteroidale Antirheumatika (NSARs) bewährt, sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Wärme zum Beispiel in Form von Salben oder Pflastern ist besonders bei störenden Begleitverspannungen der Muskulatur geeignet. Sportverletzungen können auch mit rezeptfreien Schmerzgelen behandelt werden.

Die PECH-Regel sollte vor allem bei akuten Schmerzen wie zum Beispiel Verstauchungen oder Prellungen zum Einsatz kommen.

PECH steht für: P wie Pause, E wie Eis, C wie Compression (Anlegen eines Druckverbandes) und H wie Hochlagern.

Bei länger andauernden Beschwerden sollte aber ein Arzt aufgesucht werden.