Wer zur Risikogruppe für eine Minderversorgung mit dem „Sonnenvitamin“ zählt und welche Symptome auf einen Vitamin-D-Mangel hindeuten können.

Artikel drucken
Anzeige

Vitamin D ist für unsere Knochengesundheit und unsere Muskeln wichtig. Ein Mangel an Vitamin D kann sich zum Beispiel auch in einem schwachen Immunsystem zeigen.

Unser Körper bildet Vitamin D in erster Linie mithilfe von Sonnenlicht. Deshalb spricht man auch gern vom „Sonnenvitamin“. Die kürzeren Tage im Herbst und Winter sowie die Tatsache, dass wir unsere Haut in der kalten Jahreshälfte mehr bedecken, können tatsächlich ein Defizit an Vitamin D verursachen. In Österreich ist die Intensität der Sonneneinstrahlung in der Regel von Oktober bis März nicht ausreichend. Unser Körper kann in dieser Zeit nicht genug Vitamin D produzieren.

Zudem gibt es bestimmte Risikogruppen (siehe unten), die mehr oder weniger ganzjährig nicht genügend Vitamin D erhalten.

Einen kleinen Teil des Bedarfs kann man über die Nahrung abdecken. Vitamin D kommt zum Beispiel in Speisepilzen, Eiern, Butter, Leber und fettem Fisch wie Lachs oder Hering vor.

Man kann Vitamin D aber auch als Vorstufe Colecalciferol (Vitamin D3) oder Ergocalciferol (Vitamin D2) in schluckbarer Form zuführen, aus denen im Körper dann das wirksame Calcitriol entsteht.

Risikogruppen für die Vitamin-D-Minderversorgung:

  • Mitteleuropäer in den Monaten zwischen Oktober und März
  • Säuglinge, Kinder, Schwangere und Stillende
  • Bewohner von Pflegeeinrichtungen
  • Personen mit totaler Bekleidung oder Verschleierung
  • Personen, die immer einen hohen LSF anwenden
  • Dunkelhäutige Personen mit hohem Melaningehalt der Haut
  • Ältere Menschen über 65, da die Fähigkeit, Vitamin-D zu synthetisieren, abnimmt

Mögliche Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel sind:

  • Schwächegefühl
  • Müdigkeit
  • Probleme mit der Konzentration
  • Schlechte Laune
  • Kopfschmerzen
  • Schlafprobleme
  • Haarausfall
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Muskelschmerzen
  • Osteoporose

Ob ein Vitamin-D-Mangel besteht, kann ganz einfach über ein Blutbild festgestellt werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie einen Mangel befürchten.

Tipps zur Produktwahl und Dosierung

Für die Vitamin D-Prophylaxe gegen überschießenden Knochenabbau im Alter und als Vorbeugung von Osteoporose sind 800 IE Vitamin D pro Tag ausreichend. Von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) wurde der Bedarf für Heranwachsende und Erwachsene mit bis zu 4.000 IE Vitamin D täglich als sichere Höchstmenge festgelegt. Die Angaben zu den Einheiten finden Sie übrigens auf der Packung.

Bei Untersuchungen der Zeitschrift Ökotest hatten nicht apothekenpflichtige Präparate wiederholt schlecht abgeschnitten. Meist hatte sich der auf der Verpackung angegebene Vitamin D-Gehalt als falsch herausgestellt. Deshalb: Verlassen Sie sich lieber auf die qualitativ hochwertigen Präparate aus der Apotheke und die kompetente Beratung durch Ihren Apotheker.

Achtung:

Wie bei vielen Wirkstoffen und Arzneimitteln ist es auch bei Vitamin D wichtig, dass es nicht überdosiert wird. Aus Deutschland sind zwei Fälle von Überdosierung bekannt geworden, die zu einem akuten Nierenversagen führten. Eine 78 Jahre alte Dame schluckte über einen längeren Zeitraum täglich Dosen von 10.000 IE, ein 60 Jahre alter Mann täglich sogar 50.000 IE.

Für die Behandlung eines massiven Mangels gibt es allerdings rezeptpflichtige Arzneimittel mit mehr IE; diese müssen vom Arzt verordnet werden.

Produkte, die Vitamin D enthalten (Auswahl):