Viele leiden im Herbst und Winter unter trockener Haut. Was man alles selbst tun kann, damit strapazierte Haut wieder geschmeidig wird.

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Gesunde, glatte Haut ist nicht nur ein Schönheitsideal, sondern auch ein Indiz für einen gesunden Organismus. Sie schützt uns vor Umwelteinflüssen und vor dem Eindringen von Krankheitserregern.

Ernährung und Gemütszustand sind wichtige Faktoren, die neben einer guten Hautpflege zu berücksichtigen sind.

Hautpflege von innen:

Eine Frau isst Nüsse_Ernährung - Nüsse sind gut für die Haut.
Nüsse sind gut für die Haut.
  • Die beste Vorbeugung gegen trockene Haut kommt daher von innen. Trinken Sie reichlich. Am besten Wasser oder ungesüßten Kräutertee (wie zum Beispiel Rooibos).
  • Grünes Gemüse sowie Karotten, Kürbis und Mango sind wahre Hauttonika. Essen Sie täglich eine Handvoll Nüsse – sie enthalten wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die die Funktionen der Haut unterstützen. Vor allem die Vitamine A, B3, C, E sowie Mineralstoffe und Spurenelemente sind für die Haut von Bedeutung. Ein herzhafter Salat mit Pilzen, Fisch oder Hülsenfrüchte sowie ein Vitalcocktail mit Karotten-, Orangensaft, rotem Paprika und etwas Leinöl sind Medizin von innen.
  • Der Säureschutzmantel entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener körpereigener Substanzen – Talg, Schweiß, Elektrolyte, Harnsäure, Wasser und natürlich der körpereigenen Hautflora. Bei sensibler Haut ist dieses Gleichgewicht oft gestört – umso wichtiger ist es, darauf zu achten, maximal einmal täglich und nicht zu lange zu duschen. Achten Sie darauf, nur milde, pH-neutrale Duschgele zu verwenden, um ein zusätzliches Austrocknen zu verhindern – denn trockene Haut juckt.

Hautpflege von außen:

Hautpflege Hals_shutterstock_736937911 - Bei der Pflege sollten Hals und Dekolleté einbezogen werden.
Bei der Pflege sollten Hals und Dekolleté einbezogen werden.
  • Bei Juckreiz ist häufig ein Mangel an Gamma-Linolensäure die Ursache. Hier hilft ganz besonders die Einnahme durch Samenöle wie Nachtkerzen-, Borretschsamen- oder auch Schwarzkümmelöl. Letzteres enthält nicht nur die Gamma-Linolensäure, sondern auch entzündungshemmendes und antibakteriell wirksames Thymochinon, welches Ekzemen vorbeugen kann.
  • Besonders in der kalten Jahreszeit braucht die Haut Pflege. Diese sollte aus einer milden Reinigung morgens und abends bestehen, ­anschließend ist eine reichhaltige Pflege empfehlenswert.
  • Beachten Sie, dass auch das Dekolleté sowie Randzonen an Stirn, Schläfen und Hals einbezogen werden.
  • Gönnen Sie sich einmal pro Monat eine wohltuende Kosmetikbehandlung mit hochwertigen und milden Präparaten.
  • Sie werden sehen – sowohl die richtige Pflege als auch die kleine Auszeit bewirken manchmal wahre Wunder.

Alternde Haut braucht verstärkte Pflege

Frau verwendet hochwertiges Körperöl_Hautpflege_Kosmetik_shutterstock_1706299957 - Mit pflegenden Ölen kann man trockene Stellen lindern.
Mit pflegenden Ölen kann man trockene Stellen lindern.
  • Besonders bei alternder Haut tritt verstärkt Juckreiz auf. Die Neubildung der Haut erfolgt langsamer, sie verliert mehr Feuchtigkeit und spannt mehr.
  • Feuchtigkeit über Lotionen zuzuführen reicht hier nicht aus, denn ein wesentliches Merkmal alternder Haut ist, dass sie nicht ausreichend Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb muss immer auch ausreichend hochwertiges Fett mit Cremen und Körpermilch zugeführt werden.
  • Hier eignen sich ganz besonders nährendes Jojoba-, Argan-, Avocado- oder auch Rizinusöl. Zur richtigen Pflege zählen hochwertige Lipide, wie zum Beispiel Arganöl in Kombination mit Feuchtigkeitsspendern. Sie verringern den transepidermalen Wasserverlust und stärken so die Barrierefunktion der Haut. Dank des hohen Anteils alpha-Tocopherol wird die Zellneuerung, welche ja gerade bei der alternden Haut verlangsamt ist, wieder verbessert.
  • In ­Kombination mit Feuchthaltefaktoren, wie zum Beispiel Hyaluronsäure, führt dies zu einem glatten und feineren Hautbild, solange die Befeuchtungswirkung anhält.
  • Je mehr natürliche Rohstoffe eingesetzt werden, umso besser.

Zum Selbermachen: Johanniskrautölsalbe

Johanniskrautöl wirkt durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und macht die Haut unempfindlicher gegenüber Reizungen.

Die Salbe kann zwei- bis dreimal täglich auf gereizte Stellen aufgetragen werden.

Zutaten:

  • 45 g Johanniskrautöl
  • 5 g Bienenwachs

Zubereitung:

Das Johanniskrautöl in einem Topf zusammen mit dem Bienenwachs erwärmen. Wenn sich das Wachs verflüssigt hat, den Topf von der Wärmequelle nehmen und die Salbe kalt rühren. Wenn sie fest ist, in Tiegel abfüllen.