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Warum es so wichtig ist, aktiv zu bleiben

Regelmäßige Bewegung tut unserem Körper gut. Doch, warum eigentlich? Und was passiert im Körper, wenn wir uns zu wenig bewegen?

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Schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen in den Gelenken, Leistungseinbußen, Herzrasen, Blutdruck und äußerliche Alterserscheinungen – ab einem gewissen Alter baut der Körper ab. Manche kommen immer mehr zum Stillstand. Andere bleiben aber mobil und gesund.

Warum ist Bewegung gut für unseren Körper?

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Unsere Vorfahren mussten zum Überleben jagen und sammeln. Heute ist unser Energieaufwand zur Nahrungsbeschaffung um ein Vielfaches gesunken. Das hat enorme Auswirkungen auf unseren Körper, da dieser nach wie vor auf ein gewisses Maß an Bewegung ausgelegt ist.

Unsere Organe sind voneinander abhängig und funktionieren letztendlich nur als Einheit. In und auch zwischen diesen Organen bewegen sich Flüssigkeiten, werden Botenstoffe ausgetauscht, altes Gewebe abgebaut und ersetzt. Ein Kreislauf, den wir selbst mit Bewegung beeinflussen können.

Bewegen wir uns nur wenig oder gar nicht, verliert unser Körper immer mehr Muskelkraft. Das hat zur Folge, dass der Energieumsatz kippt und oft Übergewicht das Ergebnis ist. Die Konsequenz daraus sind weitreichende gesundheitliche Risiken wie Gelenkserkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Depressionen, Stoffwechselerkrankungen und vieles mehr.

Die Auffassung, dass unsere Muskeln reine biomechanische Maschinen sind, ist von Forschern längst widerlegt worden. Sie sind keine schlichten Befehlsempfänger, deren einzige Aufgabe darin besteht, die Kommandos des Gehirns zu befolgen. Vielmehr gelten Muskeln als eines der komplexesten Organsysteme nach dem Gehirn. Muskeln erteilen selbst Befehle an andere Organe und setzen unentwegt Signalstoffe frei. Durch das Ausschütten bestimmter Moleküle kommunizieren sie so mit dem Rest des Körpers wie der Leber, Bauchspeicheldrüse oder dem Immunsystem. Sie nehmen sogar Einfluss auf das Gehirn.

Wer also die mannigfaltigen Prozesse in unserem Körper in Gang halten möchte, tut gut daran seine körperlichen Aktivitäten aufrechtzuerhalten.

Bewegung von Anfang an fördern

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Unumstritten ist, dass Bewegungstraining mit Maß und Ziel ein sehr effektives Mittel ist, um Erkrankungen zu verhindern und Krankheitsfolgen zu vermeiden. Je nachdem, wie sehr der Körper beansprucht wird, passen sich die beteiligten Organe an. Daher ist es ratsam, sein Trainingsprogramm progressiv zu gestalten, um unseren Körper nachhaltig zu stärken.

Eltern müssen verstehen, dass Leibeserziehung sicher nicht nur die Aufgabe von Bildungsinstitutionen ist. Eltern können selbst die wichtigsten Grundsteine für Bewegungserfahrungen der Kinder legen. Sie müssen es mit einer ehrlichen Passion vorleben. Dann wird es eine wichtige, aber vor allem selbstverständliche Säule im Leben der Kinder. Durch das eigene Engagement der Eltern profitieren nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen – und letztendlich auch das Gesundheitssystem.

Schmerzen vermeiden – Lebensqualität erhöhen

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Altersbedingte Verschleißerscheinungen in den Gelenken sind normale Zeichen des Lebens. Diese Verschleißerscheinungen haben bei einem aktiven Lebensstil kaum Symptome. Anders verhält es sich bei einem passiven Bewegungsverhalten.

Wir hören nicht auf, uns zu bewegen, weil wir alt werden. Wir werden alt, wenn wir aufhören, uns zu bewegen.

Ein Körper, der eher passiv ist, hat eine andere Wahrnehmung. Gewisse Bewegungsmuster werden dann vom Gehirn als Gefahrenpotential wahrgenommen. Er ist empfindlicher gegenüber „gewöhnlichen“ Belastungen, da das Gehirn übersensibel reagiert.

Falls Schmerzen bei der Bewegung auftreten, sollten diese von einem Arzt untersucht und bei gegebenem Anlass anschließend vom Physiotherapeuten behandelt werden. Hierbei werden nach einer umfangreichen Anamnese die Ziele des Patienten gemeinsam besprochen. Eines der wichtigsten Ziele ist natürlich, die Schmerzen zu minimieren und die Lebensqualität wieder zu erhöhen. Eine grundlegende Maßnahme der Therapie ist Edukation. Dabei wird besonders auf den Lebensstil eingegangen. Dieser wird soweit angepasst, dass die darauffolgende Bewegungstherapie nachhaltig wirksam sein kann. Mit einem individuell angepassten Trainingsprogramm können Schmerzen meist nach kurzer Zeit minimiert werden.