Heilpflanzen Erkältung Abwehr - © Shutterstock

Abwehrkräfte mit pflanzlicher Hilfe stärken

Für ein starkes Immunsystem sorgen unter anderem der Sonnenhut, Ingwer und die Färberhülse.

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Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und mit ihr auch die Erkältungszeit mit lästigen Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Fieber, Schnupfen, Husten etc. Bei Erwachsenen liegen zwei bis vier solcher Erkältungen pro Jahr im Normalbereich.

Um sich gut gegen grippale Infekte zu wappnen, ist es sinnvoll, ein paar Regeln zu beachten:

  • Eine ausgewogene und möglichst gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist empfehlenswert.
  • Trinken Sie ausreichend? Am besten greifen Sie zu Wasser und ungesüßten Tees.
  • Integrieren Sie Bewegung in Ihren Alltag – idealerweise an der frischen Luft.
  • Zudem sollten Sie ausreichend schlafen und nach Möglichkeit Stress vermeiden.
  • Beachten Sie grundlegende Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen.
  • Rauchen und Alkohol können das Risiko, sich eine Erkältung zu holen, übrigens erhöhen und sollten deshalb besser tabu sein.
  • Man kann sich zusätzlich die Kraft der Pflanzen zunutze machen, um die Abwehrkräfte zu stärken.

von der Apothekerin

Die unten beschriebenen Pflanzen beziehungsweise Propolis sind unter anderem als Tropfen, Säfte, Sprays, Lutschtabletten, Kapseln oder Tee und in Kombinationspräparaten erhältlich.

Je nach Produkt sind diese für Kinder ab einem Jahr geeignet. Bei allen Präparaten ist es wichtig, sie ab den ersten Anzeichen einer Erkältung anzuwenden. So wirken sie am effektivsten.

Propolis

Kapland-Pelargonie Heilpflanze - Propolis beinhaltet viele Vitamine und Mineralstoffe und wirkt immunstärkend. - © Shutterstock
Propolis beinhaltet viele Vitamine und Mineralstoffe und wirkt immunstärkend. © Shutterstock

Propolis, auch Bienenkitharz genannt, wird von der Honigbiene produziert und dient zum Stopfen von Ritzen und Rissen im Bienenstock. Zudem hält Propolis den Bienenstock keimfrei, damit sich keine Krankheiten unter den Tieren ausbreiten können. Sie besteht aus dem Harz von Knospen, Blättern und Baumrinden und wird im Bienenstock mit Wachs und Pollen vermengt. Hinzu kommt noch ein spezielles Speichelsekret der Tiere.

Propolis beinhaltet viele Vitamine und Mineralstoffe und wirkt gegen Viren, Bakterien und Pilze. Zusätzlich ist es immunstärkend und in dieser Hinsicht auch für die Langzeitanwendung geeignet.

Sonnenhut

Sonnenhut Echinacea Heilpflanzen - © Shutterstock
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Der Sonnenhut (Echinacea purpurea) stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika und Mississippi-Becken, wird aber heute auch in Europa angebaut. Es gibt einige Sonnenhut-Arten, wobei drei von ihnen zur Arzneimittelherstellung herangezogen werden. Für medizinische Zwecke werden hauptsächlich seine Wurzeln verwendet, aber auch oberirdische Teile können zum Einsatz kommen.

Der Sonnenhut wird sowohl zur Vorbeugung als auch zur Therapie von Erkältungskrankheiten verwendet. Seine Inhaltsstoffe wirken gegen krankmachende Viren und Bakterien und kurbeln gleichzeitig das Immunsystem an, indem Zellen, welche die krankmachenden Keime vernichten, angeregt werden.

So führen Präparate aus dieser Pflanze zu einer Senkung des Ansteckungsrisikos und einer Milderung der Symptome, es werden zusätzliche Infektionen mit weiteren Krankheitserregern verhindert und auch die Gefahr, sich nach einer überstandenen Erkältung sofort wieder anzustecken, wird vermindert.

Kapland-Pelargonie

Kapland Pelargonie Heilpflanze - Die Kapland-Pelargonie fördert die Tätigkeit der Flimmerhärchen der Atemwege. - © Shutterstock
Die Kapland-Pelargonie fördert die Tätigkeit der Flimmerhärchen der Atemwege. © Shutterstock

Die Kapland-Pelargonie ist eine speziell in Südafrika beheimatete Geranienart, welche auch als afrikanische Umkaloabo-Wurzel bezeichnet wird. Extrakte aus ihren Wurzeln werden im Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten verwendet.

Sie regt das Immunsystem an, wirkt gegen Bakterien und Viren und fördert die Tätigkeit der Flimmerhärchen der Atemwege, wodurch Krankheitserreger schneller aus dem Körper ausgeschieden werden können und so die Dauer der Erkrankung verkürzt wird.

Färberhülse

Färberhülse Wilder Indigo Heilpflanze - © Shutterstock
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Die Färberhülse, auch Wilder Indigo genannt, kommt aus Nordamerika. Ihre getrocknete Wurzel wurde schon von den Ureinwohnern Nordamerikas verwendet. Sie gaben ihren Kindern einen Extrakt der Wurzel, wenn sich eine Erkältung ankündigte, um einen Ausbruch zu verhindern.

Heute wird für Medikamente ebenfalls die Wurzel der Pflanze verwendet. Sie regt die Bildung von Abwehrzellen im Körper an, wodurch es bei Erkältungskrankheiten zu einer schnelleren Genesung kommt, da eine Vermehrung der Abwehrzellen zu einer besseren Abwehr der Krankheitserreger führt.

Zistrose

Zistrose Heilpflanze - © Shutterstock
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Bei der Zistrose handelt es sich um einen kleinen Busch, der im Mittelmeerraum beheimatet und seit der Antike aus der griechischen Volksheilkunde bekannt ist. Extrakte aus der Zistrose wirken gegen Viren und Bakterien und kurbeln das Immunsystem an. Weiter führt die Pflanze bei Infektionen der Atemwege zu einer schnelleren Genesung und auch die Beschwerden der Erkrankung werden gelindert.

Die Zistrose kann auch für Mundspülungen verwendet werden, wodurch die Zahl der Bakterien in der Mundhöhle abnimmt.

Ingwer

Ingwer Heilpflanzen - © Shutterstock
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Die Knollenwurzel aus Südostasien ist schon seit Jahrhunderten aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der indischen Medizin (Ayurveda) bekannt. Sie wirkt gegen Viren und Bakterien, regt das Immunsystem an und führt außerdem zu einer Linderung der Symptome bei einer Erkältungskrankheit.

Lebensbaum

Thuja Lebensbaum Heilpflanze - © Shutterstock
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Diese immergrüne Zypressenpflanze, auch Thuja genannt, wächst in Nordamerika und findet seit dem 16. Jahrhundert als Heilmittel Verwendung. Für medizinische Produkte werden die Spitzen der Blätter der ein- bis zweijährigen Pflanze herangezogen. Diese werden im Juni und Juli gesammelt, um die optimale Wirkstoffzusammensetzung zu erhalten.

Die Pflanze hat eine direkte Wirkung auf Viren und fördert die Kommunikation zwischen den Abwehrzellen. So kommt es zu einer Verkürzung der Krankheitsdauer und die Symptome werden abgeschwächt. Die Anwendung der Heilpflanze ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Infektionen der Atemwege geeignet.

Autorin: Mag. pharm. Stefanie Briganser