Bärentraube_uva ursi_Heilpflanzen - In der Naturheilkunde kommt die Bärentraube vor allem wegen ihrer antibakteriellen Wirkung zum Einsatz und hilft dabei häufig bei Harnwegsinfekten. Bärentraubenblätter wirken zudem sehr gut desinfizierend. - © Shutterstock

Bärentraube – desinfiziert die Harnwege

Bärentraubenblätter können auch bei wiederkehrenden Blasenentzündungen eine sinnvolle Therapieoption sein.

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Die Bärentraube (Uva ursi) ist eine typische nordische Heilpflanze, aber auch im Alpenraum heimisch. Dementsprechend ist sie bereits seit Langem Teil der europäischen und alpinen Volksmedizin. Man verwendet die getrockneten Blätter seit dem Mittelalter vor allem bei Harnwegsinfekten und Entzündungen der ableitenden Harnwege.

Bärentraubenblätter ersetzen keine antibiotische Therapie, wirken aber bei leichten Infektionen desinfizierend und können auch bei wiederkehrenden Blasenentzündungen eine sinnvolle Therapieoption sein. Studien zeigten zudem, dass Bärentraubenblättertee die Wirkung von Antibiotika verstärkt.

Die wirksamen Inhaltsstoffe sind die sogenannten Hydrochinonderivate, wie beispielsweise das Arbutin. In den Harnwegen wird daraus Hydrochinon freigesetzt, welches stark antibakteriell und dadurch desinfizierend wirkt. Daneben enthalten die Blätter auch größere Mengen an Gerbstoffen, welche die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung unterstützen.

Hinweise zur Anwendung

Für eine optimale Wirkung sollte man bis zu viermal täglich eine Tasse Tee mit jeweils 2,5 bis 3 g der getrockneten Blätter zubereiten und trinken. Nach derzeitigem Wissensstand kommt die desinfizierende Wirkung der Bärentraubenblätter bei basischem Harn verstärkt zur Geltung. Deshalb sollte man während der Anwendung darauf achten, viel pflanzliche Nahrung zu sich zu nehmen, diese macht den Harn nämlich ausreichend basisch.

Zusätzlich sollte man viel Flüssigkeit trinken, um die desinfizierende Wirkung der Blätter mit einer Durchspülung der Harnwege zu unterstützen. Aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes können Bärentraubenblätter den Magen reizen. Personen mit einem empfindlichen Magen sollten daher auf einen Kaltwasserauszug ausweichen, dieser enthält wesentlich weniger Gerbstoffe und ist dadurch magenfreundlicher. Hierzu werden die getrockneten Blätter in 150 ml Wasser für sechs bis zwölf Stunden in kaltem Wasser angesetzt, abgeseiht und anschließend leicht erwärmt getrunken.

Achtung:

  • Schwangere, Stillende, sowie Kinder unter zwölf Jahren dürfen Bärentraubenblätter aufgrund des in hohen Mengen lebertoxischen Hydrochinons nicht verwenden.
  • Die Anwendung sollte man im Allgemeinen auf eine Woche beschränken und nicht öfter als fünfmal pro Jahr durchführen.