Arnika Heilpflanze - Arnika, die alte „Zauberpflanze“. - © Shutterstock

Bei Prellungen und Verstauchungen: Arnika

Eine Kompresse mit Arnika hilft auch bei Quetschungen mit Blutergüssen. In der Homöopathie zählt sie zu den wichtigsten Heilpflanzen.

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Nur wenige andere Heilpflanzen sind so beliebt und bekannt wie die Arnika. In der Natur ist sie mittlerweile ein seltener Anblick. Uns ist sie eher als Salbe, Tinktur oder als Globuli vertraut. Arnica montana ist in Europa heimisch und weiträumig verbreitet. Obwohl sie in allen Höhenlagen bis 2.800 Meter vorkommen kann, wächst sie vor allem in den Mittelgebirgen. Die Arnika gehört zu den Korbblütlern und steht unter Naturschutz.

Trotz ihrer Bekanntheit ist die Geschichte der Arnika als Heilpflanze kurz. In den Schriften der antiken Medizin findet sie keine Erwähnung. Erst im 16. Jahrhundert taucht sie plötzlich überall in Kräuterbüchern auf. Die Arnika zählt zu den alten „Zauberpflanzen“. Die leuchtend gelb-blühende Pflanze spielte früher im Kult der Sommersonnenwende eine Rolle. So sagte man, dass die am Johannistag, also dem 24. Juni, dem Tag der Sonnenwende, gesammelten Blüten besonders heilkräftig seien.

Achtung:

Für Allergiker ist es wichtig zu wissen, dass Allergien auf Ringelblumen oder Kamille durch Arnika noch verstärkt werden. Arnika löst auch oft selbst, vor allem nach längerer Anwendung, Allergien aus.

Tipps zur Anwendung:

Schon früh wurde erkannt, dass die innerliche Anwendung von Arnika heftige Nebenwirkungen wie Erbrechen und Atembeschwerden oder sogar Krampfanfälle und Herzrhythmusstörungen hervorrufen kann. Deshalb wird die Einnahme arnikahaltiger Zubereitungen – Homöopathie ausgenommen – nicht mehr empfohlen.

Bei der äußerlichen Anwendung von Tinkturen ist darauf zu achten, dass diese mit ausreichend Wasser verdünnt wird, um Hautreizungen zu vermeiden.

In der Homöopathie zählt Arnika zu den wichtigsten Heilpflanzen und eignet sich auch gut für Kinder. Die klassischen Anwendungsgebiete von Arnika in der Homöopathie sind stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Quetschungen mit Blutergüssen. Nach einer Verletzung sollte Arnika innerhalb der ersten 24 Stunden eingenommen werden. Auch Beschwerden nach einer Zahnbehandlung können Arnikaglobuli gut lindern.

Der Hauptinhaltsstoff Helenalin sowie die anderen Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und lindern Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse.

von der Apothekerin

Eine Kompresse mit Arnika hilft bei Insektenstichen, Prellungen, Blutergüssen und Verstauchungen. Die Kompresse kühlt die Haut und lässt sie abschwellen.

Dazu übergießt man 4 Esslöffel getrocknete Arnikablüten mit etwa 200 ml kochendem Wasser. Das Ganze lässt man dann 10 Minuten ziehen. Dann wird ein dünnes Tuch mit dem abgekühlten Tee getränkt und auf die betroffene Stelle gelegt.

Achtung: Nicht auf offene Wunden legen und den Tee auf keinen Fall trinken!