Eukalyptus Heilpflanze - Während sich Koalabären ausschließlich von Eukalyptusblättern ernähren und diese auch gut vertragen, würde das ätherische Öl der Blätter in derart großen Mengenfür andere Säugetiere und auch für Menschen toxisch wirken. - © Shutterstock

Eukalyptus – befreit die Atemwege

Eukalyptus gehört zu den beliebtesten pflanzlichen Erkältungsmitteln. Das ist nicht verwunderlich, entfaltet doch das ätherische Öl der Eukalyptusblätter eine Vielzahl an heilsamen Effekten, und das nicht nur gegen Erkältungen.

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Der Eukalyptusbaum (Eucalyptus globulus) stammt ursprünglich aus Australien und war schon bei den Aborigines ein beliebtes Heilmittel bei Erkältungskrankheiten. Nach den Entdeckungsreisen von James Cook Ende des 18. Jahrhunderts wurde Eukalyptus auch in Europa zunehmend populär. Heutzutage wächst dieser bis zu 100 m hohe Baum verbreitet auch in Südeuropa und ist längst Teil der europäischen Kräuterkunde.

Vielseitig anwendbar

Wesentlicher Wirkstoff der Eukalyptusblätter ist das ätherische Öl. Es wirkt entzündungshemmend, bronchienerweiternd, schleimlösend, antiviral und antibakteriell. Dementsprechend eignet sich die Anwendung in Form eines Tees, eines Erkältungsbades, als Inhalation oder als Brustbalsam bei verschleimten Atemwegen im Zusammenhang mit einer Erkältung oder einer leichten Hustenerkrankung. Unter ärztlicher Aufsicht kann Eukalyptus aber auch bei länger andauernden chronischen Atemwegserkrankungen einschließlich Bronchitis und Asthma einen Zusatznutzen bringen.

Eukalyptus kann aber noch viel mehr. Denn aufgrund ausgeprägter entzündungshemmender Wirkungen kann Eukalyptus in Form einer Salbe oder eines Gelenkbades bei rheumatischen Erkrankungen Schmerzen und Schwellungen reduzieren.

600 Arten bekannt

Neben den getrockneten Eukalyptusblättern ist auch das durch Wasserdampfdestillation gewonnene reine ätherische Öl in der Apotheke erhältlich. Es gibt bis zu 600 diverse Arten von Eukalyptus und dementsprechend mehrere Arten von Eukalyptusölen. Sehr gut schleimlösend sind vor allem Öle von Eukalyptus radiata und Eukalyptus globulus, welche im Handel auch als solche gekennzeichnet sind.

Für die Teezubereitung verwendet man zwei- bis dreimal täglich jeweils 2 Gramm der getrockneten Blätter auf eine Tasse Tee. Zur Inhalation werden acht Tropfen des ätherischen Öls in kochendes Wasser gegeben, für ein Erkältungs- oder Gelenksbad verwendet man 5 Gramm des ätherischen Öls pro Vollbad.

Achtung:

  • Bei innerlicher Einnahme kann Eukalyptus selten zu Übelkeit und Durchfall führen
  • Vorsicht ist bei Säuglingen und Kleinkindern geboten. Hier darf Eukalyptusöl nicht verwendet werden, da es sonst zu einem Atemstillstand (Kratschmer-Reflex) kommen kann.