Heilpflanzen Gänsefingerkraut - Gänsefingerkraut wirkt krampflösend. - © Shutterstock

Gänsefingerkraut – lindert Krämpfe

Es wird vor allem bei Unterleibskrämpfen während der Regelblutung und bei leichten Durchfällen benutzt.

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Das unscheinbare Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) kam zu seinem offiziellen Namen (lat. anserinus = Gänse), weil diese Pflanze früher häufig auf typischen Gänseweiden vorkam und Gänse diese Pflanze gerne fressen. Sehr viel bezeichnender für die hauptsächlichen Einsatzgebiete dieser Heilpflanze ist aber der in der heimischen Volksmedizin gebräuchliche Name „Krampfkraut“. Manche kennen es vielleicht auch unter dem Namen Silberkraut, da es auf der Unterseite silbrig glänzt.

Ganz nach der volkstümlichen Bezeichnung verwendet man Gänsefingerkraut nämlich in der Kräuterkunde bei krampfartigen Unterleibsschmerzen während der Regelblutung und bei Koliken im Verdauungstrakt.

Auch wenn im Hinblick auf die Forschungen zum Gänsefingerkraut noch viele Fragestellungen offen sind, dürfte es sich bei den möglichen Wirksubstanzen um so genannte Gerbstoffe und Flavonoide handeln.

Die Gerbstoffe sind es auch, denen Gänsefingerkraut weitere Anwendungen verdankt. Denn die im Kraut reichlich enthaltenen Gerbstoffe machen Haut und Schleimhäute oberflächlich unempfindlicher gegenüber Reizungen und mildern dadurch Entzündungen.

Deshalb eignet sich Gänsefingerkraut sowohl als Gurgellösung bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut als auch als Tee bei leichten Durchfallerkrankungen.

Anwendungstipps:

  • Für die Zubereitung eines Tees nimmt man ca. 2 g des getrockneten Krautes pro Tasse Tee. Man kann hiervon zwei- bis dreimal täglich eine Tasse trinken. Anzumerken ist, dass man in der österreichischen Volksmedizin auch immer wieder den Ratschlag vernimmt, dass Gänsefingerkraut vor allem als Milchauszug krampflösend ist.
  • Eine Anwendung von Gänsefingerkraut empfiehlt sich jedenfalls auch wegen der guten Verträglichkeit dieser Heilpflanze. Einzig bei Reizmagen sollte man auf Gänsefingerkraut verzichten, denn die Gerbstoffe könnten die Beschwerden verstärken.