Kürbissamen Heilpflanzen - Für die Behandlung sollte man auf standardisierte Kürbissamen-Extrakte zurückgreifen. - © Shutterstock

Gut für Blase und Prostata: Kürbissamen

Kürbissamen zeigen bei diversen Krankheitsbildern eine gute Wirkung.

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Ursprünglich stammt der Gartenkürbis (Cucurbita pepo) aus den tropischen Regionen Südamerikas und kam infolge der Entdeckung Amerikas im 16. Jahrhundert nach Europa. Ähnlich wie bei den südamerikanischen Ureinwohnern war Kürbis von Anfang an in Europa nicht nur als Nahrungs-, sondern auch als Heilmittel beliebt.

Spezialzucht für Heilzwecke

Zu Heilzwecken werden heutzutage vor allem die dunkelgrün gefärbten, reifen Samen einer Spezialzucht des Gartenkürbisses verwendet. In zahlreichen Untersuchungen zeigte sich, dass Kürbissamen einen positiven Einfluss auf verschiedene Erkrankungen – allen voran Reizblase und leichte Prostatabeschwerden − nehmen können.
Als Wirksubstanzen gelten insbesondere die in den Samen vorkommenden Phytosterole. Man nimmt an, dass diese das körpereigene Dihydrotestosteron, welches am Wachstum der Prostata beteiligt ist, erniedrigen.

Auch wenn Kürbissamen nicht die Größe der Prostata reduzieren, so können sie doch damit einhergehende Beschwerden wie vermehrten Harndrang, schmerzhaftes Wasserlassen oder das Gefühl einer unvollständigen Entleerung der Blase verbessern. Eine Anwendung sollte aber stets erst nach ärztlicher Abklärung der zugrundeliegenden Erkrankung erfolgen.

Zusätzlich zu den oben genannten Wirkungen wurden laut klinischen Tests auch Erfolge bei Reizblase bei Männern und Frauen nachgewiesen. Diese Effekte werden mit einer entspannenden Wirkung auf die Blasenmuskulatur und einem gleichzeitig gestärkten Blasenschließmuskel erklärt. Kürbissamen überzeugen durch eine hervorragende Verträglichkeit und praktisch fehlende Nebenwirkungen.

Für eine optimale Wirksamkeit:

Die empfohlene Dosierung liegt bei zweimal täglich 10 g (1 gehäufter Esslöffel) gemahlenen oder zerkauten Kürbissamen pro Tag. Für eine optimale Wirksamkeit sollten Kürbissamen regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten eingenommen werden. In der Apotheke sind auch diverse Präparate mit einem gleichbleibenden Wirkstoffgehalt erhältlich, was die Einnahme erleichtern kann.