Heilpflanze Weißdorn - © Shutterstock

Gut fürs Herz: Weißdorn

Die Heilpflanze des Jahres 2019 stärkt auch die Gefäße.

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Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat Weißdorn zur Heilpflanze des Jahres 2019 gekürt. Das ist wenig überraschend, handelt es sich doch um eine der wichtigsten Heilpflanzen im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Weißdorn wird seit mehr als einem Jahrhundert als unterstützende Heilpflanze beim typischen Altersherz empfohlen. Während man diese Empfehlung früher auf Beobachtungen und der langjährigen Tradition in der Volksheilkunde stützte, kennen wir heute den Wirkmechanismus dieser Pflanze.

Stärkt das Herz

In den Blättern, Blüten und Früchten des Weißdorns finden sich so genannte Flavonoide und oligomere Proanthocyanidine. Diese Inhaltsstoffe verstärken die Durchblutung der Herzkranzgefäße und des Herzmuskels und verbessern somit die Kontraktionskraft des Herzens.

Das Herz schlägt also kräftiger, die Belastbarkeit steigt und die Leistungsfähigkeit des Körpers wird insgesamt erhöht. Aus diesem Grund wird Weißdorn seit Jahrzehnten unterstützend zur herkömmlichen Therapie mit chemisch-synthetischen Wirkstoffen bei beginnender Herzinsuffizienz eingesetzt.

Zudem verbessert die Pflanze die Erregungsleitung und erhöht die Reizschwelle für Erregungen innerhalb des Herzens. Dadurch wird der Herzrhythmus stabiler und die Gefahr für Herzrhythmusstörungen sinkt.

Gut für die Gefäße

Die Wirkungen von Weißdorn beschränken sich aber nicht nur auf das Herz, sondern beeinflussen auch das Gefäßsystem. Es gibt Hinweise, wonach Weißdorn die Elastizität der Blutgefäße erhöht und damit wesentliche Risikofaktoren für Bluthochdruck – und folglich Gefäßschäden – verringert.

Dosierung und Einnahme

Zur unterstützenden Behandlung von leichten Formen der Herzschwäche wird Weißdorn vorzugsweise in Form standardisierter Präparate mit mindestens 160 mg des wässrig-alkoholischen Extraktes eingenommen. In der Apotheke finden sich hierzu sowohl flüssige Zubereitungen, als auch Tabletten oder Kapseln.

Pharmazeutisch verwendet werden die getrockneten, blühenden Zweigspitzen des Weißdorns.

Die Einnahme als Tee empfiehlt sich dagegen eher zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Als Tagesdosierung empfiehlt sich hier dreimal täglich eine Tasse Tee mit jeweils 1,5 g der getrockneten Blätter und Blüten.