Heilpflanze Hamamelis Zaubernuss - Für die Anwendung von Hamamelis eignen sich die getrockneten Blätter und die getrocknete Rinde. - © Shutterstock

Hamamelis – beruhigt die Haut

Zubereitungen aus Hamamelis helfen bei Hautentzündungen, Hämorrhoiden, Krampfadern oder einfach als Rasierwasser.

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Hamamelis (Hamamelis virginiana) stammt ursprünglich aus Nordamerika und gelangte im 18. Jahrhundert über England nach Europa. Der ebenfalls gebräuchliche Name „Zaubernuss“ ist auf den englischen Namen „witch hazel“ („Hexenhasel“) zurückzuführen. Englische Siedler gaben der Pflanze diesen Namen, da sie einerseits der Haselnuss ähnelt, andererseits als Wünschelrute zur Wassersuche benutzt wurde.

Für die Anwendung von Hamamelis eignen sich die getrockneten Blätter sowie die getrocknete Rinde. Beide Pflanzenteile werden in ähnlicher Weise verwendet.

Vor allem die enthaltenen Gerbstoffe reagieren oberflächlich mit den Hautproteinen, machen die Haut dadurch unempfindlicher für Reizungen und beruhigen vorhandene Irritationen. Dementsprechend wird Hamamelis äußerlich als Abkochung, Tinktur oder Destillat bei kleinflächigen Entzündungen der Haut, Hämorrhoiden, Krampfadern oder einfach als Rasierwasser angewendet.

Besonders in den USA hat Hamameliswasser (Aqua Hamamelidis), welches je nach Herstellungsvorschrift über eine Destillation nur der Zweige oder der Blätter und Zweige gewonnen wird, eine jahrhundertelange Tradition und ist Grundlage vieler hautberuhigender Rezepturen.

Anwendungstipps:

Man kann Hamamelis kurzfristig aber auch innerlich – etwa bei Durchfallerkrankungen oder als Mundspülung bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut – verwenden. Für einen Umschlag verwendet man 5 bis 10 g, für eine Gurgellösung dagegen nur 2 bis 4 g Rinde oder Blätter pro Anwendung.

Da sich die Gerbstoffe nur sehr schwer in Wasser lösen, sollte der wässrige Auszug immer als Abkochung, indem man das Ganze etwa 10 Minuten leicht köcheln lässt, zubereitet werden.

Achtung:

Hamamelis ist äußerlich verwendet gut verträglich, bei der innerlichen Anwendung kann es aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe zu Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen kommen.