Mutterkraut Heilpflanze - Das Mutterkraut ähnelt in seinem Aussehen der Kamille. - © Shutterstock

Hilfe bei Migräne: Mutterkraut

Die Heilpflanze wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und antimikrobiell. Mutterkraut wird eine Milderung der Anzahl und Schwere von Migräneattacken zugesprochen.

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Migräne ist ein sehr häufiges Leiden. Betroffen sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung, Frauen deutlich häufiger als Männer. Ausgelöst bzw. verstärkt wird Migräne von verschiedenen Faktoren wie Hormonschwankungen, Stress oder Wetterumschwüngen.

In mehreren so genannten Doppelblindstudien zeigte Mutterkraut (Tanacetum parthenium) bei Migränepatienten eine gute Wirksamkeit. Bei regelmäßiger Einnahme konnten die Anzahl und die Schwere der Migräneanfälle deutlich gemildert werden. Außerdem kam es zu einer Verbesserung der Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.

„In der praktischen Anwendung scheint der migränelindernde Effekt von Mutterkraut mit anderen Behandlungsmöglichkeiten vergleichbar zu sein“, berichtet Univ.-Prof. Dr. Christoph Wöber, Leiter des Spezialbereiches Kopfschmerz, Univ.-Klinik für Neurologie Wien.

Das Mutterkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ähnelt in seinem Aussehen der Kamille.

So wendet man Mutterkraut in der Pflanzenheilkunde an:

Mutterkraut wird für gewöhnlich als Tee oder als standardisiertes Fertigpräparat eingenommen. Lassen Sie sich zur Art, Dosierung und Dauer der Einnahme am besten in Ihrer Apotheke beraten. Bei einer Allergie gegen Korbblütler sollte man aber besser auf Mutterkraut verzichten.

Bei der Anwendung von Mutterkraut bedarf es etwas Geduld. Denn erst nach etwa sechs Wochen lässt sich erkennen, wie gut die Wirkung individuell ist. Wenn sich zeigt, dass die Häufigkeit und Intensität der Erkrankung zurückgehen, wird die Behandlung für etwa ein halbes Jahr fortgesetzt – unabhängig davon, ob gerade Migränebeschwerden vorhanden sind oder nicht.

„Mutterkraut stellt eine wertvolle Bereicherung der Behandlungspalette dar“, resümiert Prof. Dr. Wöber. „Es bietet die Möglichkeit, Patienten, die eine vorbeugende Behandlung brauchen, ein sehr gut verträgliches Mittel anbieten zu können.“