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Knoblauch – schützt die Blutgefäße

Einen besonderen Stellenwert hat Knoblauch zur Vorbeugung von altersbedingten Gefäßerkrankungen.

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Dem Knoblauch (Allium sativum) wurden bereits in der Antike heilende Eigenschaften zugeschrieben. So wurde den römischen Legionären empfohlen, täglich eine Knoblauchknolle zu essen, um einerseits die Gesundheit zu erhalten und andererseits Seuchen vorzubeugen.

Klinische Untersuchungen bestätigen, dass Knoblauch in einer ausreichend hohen Dosierung Blutfette wie Cholesterin reduziert sowie den Blutdruck leicht senkt. Zusätzlich wird die Thrombozytenaggregation – also das Zusammenhaften der Blutplättchen – gehemmt, sodass sich insgesamt die Fließeigenschaft des Blutes verbessert.

Großangelegte Studien zeigten eindrucksvoll, dass eine mehrmonatige Einnahme von Knoblauch das Risiko von Arteriosklerose reduziert. Deshalb wird Knoblauch als unterstützende Maßnahme bei erhöhten Blutfettwerten und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen empfohlen.

Für die gesundheitsfördernden Effekte sind schwefelhaltige Verbindungen verantwortlich. Eine besondere Rolle spielen dabei das Alliin und das daraus gebildete Allicin, das auch für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich ist.

Knoblauch wirkt weiters auch antimikrobiell, also Bakterien hemmend, sowie blähungstreibend und steigert den Gallenfluss. Deshalb kann Knoblauch auch bei Verdauungsbeschwerden und leichten Magen-Darminfektionen eingesetzt werden.

Anwendungstipps:

Für eine optimale Wirkung sollten täglich 2,7 g frischer Knoblauch (drei Knoblauchzehen) oder 600 bis 900 mg Knoblauchpulver eingenommen werden. Da der Gehalt an Alliin stark schwankt, sind standardisierte Präparate mit einem gleichbleibenden Wirkstoffgehalt aus der Apotheke besonders empfehlenswert.

Achtung:

  • Die Einnahme von größeren Mengen (mehr als 4 g frischer Knoblauch) kann zu Verdauungsbeschwerden führen.
  • Vorsicht ist auch bei der Einnahme blutverdünnender Medikamente angebracht, Knoblauch kann nämlich die Blutungszeit etwas verlängern.