Als eines der wenigen Hustenmittel eignet sich diese Heilpflanze sowohl bei trockenem als auch bei produktivem Husten.

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Mit ihrem weithin sichtbaren stattlichen Wuchs und ihren leuchtend-gelben Blüten wirkt die Königskerze wahrlich majestätisch. Neben dem äußeren Erscheinungsbild führte sicherlich auch die weitverbreitete und seit der Antike bekannte Anwendung der Pflanze als Heilmittel bei Husten zu dieser Bezeichnung. Denn als eines der wenigen pflanzlichen Hustenmittel enthält die Königskerze sowohl schleimlösende Saponine als auch reizlindernde Schleimstoffe. Unterstützt werden diese in ihrer Wirkung durch die antibakteriell wirkenden Iridoide.

Die Königskerze eignet sich folglich bei trockenen Hustenattacken und auch bei produktivem Husten. Darüber hinaus hilft ein aus den Blüten bereiteter Tee oder Sirup auch bei Halsschmerzen. Denn auch hier schützen die Schleimstoffe die irritierten und gereizten Schleimhäute und mildern auf diese Weise Heiserkeit und Schmerzen.

In der österreichischen Volksmedizin wurde früher bei leichten Verbrennungen und kleineren Hautverletzungen entweder der Ölauszug aus den Blüten, eine aus diesem zubereitete Salbe oder auch der Tee aufgetragen. Darüber hinaus bildet der blühende, an eine Kerze erinnernde Blütenstand den Mittelpunkt der alpenländischen Kräutersträuße, welche zu Mariä Himmelfahrt vielerorts bis heute geweiht werden.

Anwendungstipps

Die Königskerze kann sowohl als Tee als auch in Form eines Hustensirups eingenommen werden. Aufgrund des Wirkmusters eignet sich diese besonders in Teemischungen mit Thymian, Eibisch oder Spitzwegerich. Die gelben Blüten sind aber auch optisch ein Highlight und werten jede Teemischung visuell auf.

Die mittlere Tagesdosierung für Erwachsene liegt bei 4 bis 6 g der getrockneten Blüten, aufgeteilt auf drei bis vier Tassen Tee pro Tag. Die Königskerze überzeugt übrigens auch durch fehlende Nebenwirkungen.