Heilpflanzen Rotklee

Rotklee und Soja bei Hitzewallungen

Die Einnahme von Isoflavonen aus Rotklee und Soja ist eine milde Therapie-Option, um Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren zu reduzieren.

Artikel drucken

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafprobleme gehören zu den typischen Symptomen in den Wechseljahren. Ursache für diese menopausalen Symptome ist die verminderte Freisetzung wichtiger Hormone wie Östrogen und Progesteron, welche im Körper an zahlreichen Funktionen beteiligt sind.

Von außen zugeführte, so genannte Isoflavone bieten hierbei eine Lösung, da sie im Körper eine leicht östrogenartige Wirkung entfalten. Man spricht hierbei auch von Phytoöstrogenen (natürliche Verbindungen, die eine hormonähnliche Wirkung haben können).

Isoflavone kommen in vielen Pflanzen vor; besonders häufig sind diese in Rotklee und Soja zu finden. Das Besondere an den Isoflavonen in Rotklee und Soja ist die sehr spezifische östrogenartige Wirkung auf die Knochen, das Herz und das zentrale Nervensystem.

Anders als bei der sehr viel stärkeren Hormontherapie, bei der man dem Körper Östrogene und Progesteron zuführt, zeigen Isoflavone keine Auswirkungen auf das Brust- und Gebärmuttergewebe. Letztlich ist die Wirkung dadurch milder und nebenwirkungsärmer.

Untersuchungen in den letzten Jahren haben bestätigt, dass mit einem Extrakt aus diesen Pflanzen leichte Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen reduziert werden. Zahlreiche Studien legen zudem nahe, dass eine isoflavon-reiche Ernährung auch schützend auf das Herz-Kreislauf-System wirkt.

Hinweise zur Anwendung:

Die empfohlene Dosierung liegt bei 40 bis 50 Milligramm Isoflavone pro Tag.

Da diese empfohlene Aufnahme mit einem Tee nicht erreichbar ist, weil sie in dieser Form nicht gleichbleibend garantiert werden kann, kommen nur standardisierte Extrakte in Form von Kapseln oder Tabletten in Betracht. In der Apotheke ist eine Vielzahl an möglichen Präparaten erhältlich.

Achtung:

  • Nebenwirkungen sind selten. Nur gelegentlich kann es nach der Einnahme von Isoflavonen zu leichter Übelkeit kommen.
  • Bei einer vorhandenen Brust- oder Gebärmutter-Krebserkrankung sollte man auf Isoflavone verzichten.