Heilpflanzen Früchte der Sägepalme - Die reifen und getrockneten Früchte der Sägepalme enthalten Fettsäuren und Phytosterole. - © Shutterstock

Sägepalme – bei Prostatabeschwerden

Die Heilpflanze verbessert nicht nur Symptome einer beginnenden Prostatavergrößerung, sondern ist auch sehr gut verträglich.

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Die Sägepalme (Serenoa repens) ist – wie der Name schon sagt – eine niedrig wachsende Zwergpalme. Sie stammt ursprünglich aus den küstennahen Sumpfgebieten der USA. Ausgehend aus Untersuchungen in den 1980er-Jahren hat sich die Sägepalme mittlerweile zu einem Highlight der pflanzlichen Prostata-Mittel gemeistert.

Verwendet werden die reifen und getrockneten Früchte. Diese enthalten Fettsäuren und so genannte Phytosterole. Vor allem Letztere verringern die Bildung von Dihydrotestosteron, welches am Wachstum der Prostata beteiligt ist.

Untersuchungen zeigen außerdem, dass Sägepalmextrakte Entzündungen reduzieren und Verkrampfungen im Urogenitaltrakt lösen.

Auch wenn Sägepalme nicht die Größe der Prostata reduziert, so kann diese damit einhergehende Beschwerden wie einen zu schwachen Harnfluss, nächtlichen Harndrang oder das Gefühl einer unvollständigen Entleerung der Blase verbessern. Dies lässt sich auch durch mehrere klinische Studien belegen.

Deshalb sind spezielle Extrakte zur Behandlung einer beginnenden gutartigen Prostatavergrößerung sogar als pflanzliche Arzneimittel zugelassen.

Anwendungstipps:

Sägepalmfrüchte kann man nicht als Tee zubereiten, weil die wirksamen Inhaltsstoffe fettlöslich sind und nicht in einen Teeauszug übergehen würden. Deshalb nimmt man diese am besten in Form von so genannten Dickextrakten als Kapsel oder Tabletten ein.

Die empfohlene Tagesdosierung liegt bei 320 mg eines solchen Extraktes. Sägepalmfrüchte sind im Allgemeinen sehr gut verträglich und können folglich auch als Dauertherapie eingenommen werden. Das empfiehlt sich auch deshalb, da die volle Wirkung erst nach einigen Wochen spürbar wird.

Sehr sinnvoll sind auch Kombinationen mit der ebenfalls bei Prostatabeschwerden verwendeten Brennnesselwurzel.

Achtung:

Um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen, sollte eine Behandlung mit Sägepalme immer erst nach einer ärztlichen Abklärung erfolgen und regelmäßige fachärztliche Kontrollen folgen.