Süßholzwurzel Heilpflanzen - Die Süßholzwurzel wirkt entzündungshemmend. - © Shutterstock

Süßholzwurzel – beruhigt den Magen

Schon Napoleon soll mit dieser Heilpflanze regelmäßig sein nervöses Magenleiden kuriert haben. Den Nutzen dieser Therapie bestätigt auch die moderne Forschung, die Süßholzwurzel besonders bei Entzündungen der Magenschleimhaut effektiv Wirkungen zuschreibt.

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Die Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) ist eine sehr weit verbreitete Heilpflanze, die sowohl in der europäischen als auch in der indischen und asiatischen Heilkunde seit mehreren Jahrhunderten einen großen Stellenwert besitzt. Vor allem bei Magenproblemen und Atemwegserkrankungen genießt sie einen guten Ruf. So soll bereits Napoleon stets Süßholzwurzel bei sich gehabt haben, um seinen nervösen Magen zu beruhigen. Heutzutage ist Süßholzwurzel nicht nur eine Heilpflanze, sondern auch Ausgangsstoff für die beliebte Lakritze.

Zahlreiche Heilwirkungen

Süßholzwurzel besitzt zahlreiche Heilwirkungen. Unter anderem wirkt sie nachweislich entzündungshemmend, schleimhautschützend, schleimlösend, krampflösend und leberschützend. Vor allem das in der Wurzel enthaltene Glycyrrhizin wirkt durch eine hemmende Wirkung auf den Kortikoid- abbau effektiv entzündungshemmend.

Zusätzlich sind Flavonoide, Cumarine und Schleimstoffe an den genannten Wirkungen beteiligt. In experimentellen Untersuchungen konnten zudem antibakterielle Wirkungen gegenüber Helicobacter plyori, einem Keim, der häufig für Magenschleimhautentzündungen verantwortlich ist, nachgewiesen werden. Zusammen mit schleimhautschützenden Effekten und einer verminderten Produktion von Magensäure ist deshalb der traditionelle Gebrauch bei Magenproblemen nachvollziehbar.

Süßholzwurzel gilt daher in der modernen Kräuterkunde als sinnvoll zur unterstützenden Therapie von ­Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie bei Magenschleimhautentzündung. Aufgrund der schleimlösenden Wirkung eignet sie sich aber auch bei Husten.

Tipps zur Einnahme:

Die empfohlene Tagesdosierung für Erwachsene liegt bei etwa 5 g Süßholzwurzel, aufgeteilt auf drei bis vier Tassen Tee pro Tag. Die Anwendung sollte sich allerdings auf maximal vier Wochen beschränken.

Bei Lebererkrankungen, Kaliummangel, schwerer Niereninsuffizienz, Bluthochdruck sowie in der Schwangerschaft sollte man auf Süßholz­wurzel verzichten.