Schwanger Füße - Viele Schwangere leiden unter geschwollenen Füßen. Sie sollten viel Wasser trinken und die Beine hochlegen. - © Shutterstock

Schwangerschaft – was einem keiner gesagt hat

Eine Schwangerschaft ist herrlich und ein einziges großes Wunder. Treten Beschwerden oder kleine „Peinlichkeiten“ auf, fühlen sich aber viele allein gelassen.

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Herausforderung: Guter Schlaf

Wenn Sie nicht einschlafen, nicht durchschlafen oder keine bequeme Schlafposition finden können, sind Sie keineswegs allein. Guter Schlaf kann in der Schwangerschaft eine Herausforderung werden, besonders, wenn Sie gewohnt sind, auf dem Bauch oder Rücken zu schlafen. Beide Positionen können in der Schwangerschaft Probleme machen.

Versuchen Sie, sich während des ersten Drittels der Schwangerschaft anzugewöhnen, auf der linken Seite zu schlafen. Diese Schlafposition ist gut für Ihr Kind, denn Blut und Nährstoffe fließen in optimaler Weise in die Plazenta. Öfter hört man: „Schlaft so viel ihr könnt, bevor das Baby kommt.“

Leider ist es aber so, dass spätestens im 3. Trimester die Tritte des Babys so stark zu spüren sind, dass man davon aufwacht. Tritt Ihr Baby gerne „nach hinten“, also in die Organe, kann das auch recht unangenehm sein.

Schwangerschaftsdemenz

Vergesslichkeit während der Schwangerschaft ist ganz normal. Die Vergesslichkeit kann z. B. durch die überwältigenden Gefühle während einer Schwangerschaft ausgelöst werden. Werdende Mütter müssen so viel für die Geburt und das Leben mit ihrem Baby vorbereiten – da darf man den Kopf schon mal ziemlich voll haben ...

Sie müssen mal…

…und zwar sehr oft. Ständiger Blasendruck und eventuell mehrere nächtliche Toilettengänge sind eine ganz typische Veränderung. In den ersten Schwangerschaftswochen liegt der häufige Harndrang am Progesteron, einem der Schwangerschaftshormone. Später übt das wachsende Baby Druck auf die Blase aus. Sie fühlt sich voll an, selbst wenn Sie gerade auf der Toilette waren.

Busen Frau BH - © Shutterstock
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Sensible Brüste

Die Brüste wachsen. Sie können weh tun, sich schwer und heiß anfühlen. Bei manchen Schwangeren wird der Busen so sensibel für Berührungen, dass ihnen selbst ein Nachthemd unerträglich scheint. Die Empfindsamkeit wird nach drei Monaten stark nachlassen, sobald sich Ihr steigender Hormonspiegel stabilisiert hat.

Geschwollene Hände und Füße

Ihr Körper lagert in der Schwangerschaft Wasser ein – das ist ganz normal. Das hängt mit dem erhöhten Blutbedarf in der Schwangerschaft zusammen. Die Gewebeflüssigkeit ist meistens unauffällig im Körper verteilt. Von Ödemen spricht man, wenn diese zu Schwellungen führen. Sie treten meist an den Beinen, Füßen und Knöcheln auf. Trinken Sie viel Wasser – paradoxerweise erreichen Sie damit, dass weniger Wasser in Ihrem Körper aufgestaut wird, und legen Sie Ihre Füße so oft wie möglich hoch.

Haut und Haar

Manche Frauen gehören zu den Glücklichen, deren Haut in der Schwangerschaft strahlend schön wird. Einige aber bekommen Hautprobleme, unter anderem Akne. Vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft könnten Sie Pickel bekommen. Schuld daran sind – wie bei so vielen Nebenwirkungen der Schwangerschaft – die Hormone.

Waschen Sie sich zweimal täglich mit möglichst pH-neutraler Seife oder einer Reinigungsmilch. Wenn Sie eine Feuchtigkeitscreme verwenden, dann möglichst eine, die kein Öl enthält. Fragen Sie Ihren Apotheker. Haare können an allen möglichen Stellen zu sprießen beginnen, an Orten, an denen wir gut und gerne auf den Flaum verzichten können: Schultern, Rücken, Bauch und teilweise auch im Gesicht. Doch auch das vergeht wieder.