Klopapier Darm - Viele Betroffene leiden unter Durchfall oder Verstopfung. - © Shutterstock

Reizdarm: Ein vielschichtiges Beschwerdebild

Mögliche Symptome, Ursachen-Suche und Behandlungsoptionen

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Von der chronischen Krankheit Reizdarmsyndrom (RDS) sind zehn bis 15 Prozent aller Europäer betroffen. Es handelt sich um eine Funktionsstörung des Darms, die mit vielfältigen Symptomen einhergehen kann.

Was ist RDS?

Die Hauptsymptome sind Bauchschmerzen und Krämpfe im Unterbauch, begleitet von Blähungen bzw. dem Gefühl des Aufgetriebenseins und veränderten Stuhlgewohnheiten. Es können Durchfälle und Verstopfung oder ein Wechsel zwischen den beiden auftreten. Die Symptome können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Ein Reizdarmsyndrom liegt wahrscheinlich vor, wenn die Beschwerden mindestens an drei Tagen pro Monat in den letzten drei Monaten aufgetreten sind. Eine organische Störung liegt nicht vor, aber die Patienten sind oft in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Neben den Darmbeschwerden klagen Patienten oft auch über andere Beschwerden wie innere Unruhe oder Ängstlichkeit.

Suche nach dem Ursprung

Die Ursachen eines Reizdarms sind noch nicht genau bekannt. Bisher weiß man nur, dass eine gestörte Darmbeweglichkeit und eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit vorliegen. Dehnungsreize des Darms, die für Gesunde schmerzfrei sind, empfinden Betroffene als schmerzhaft. Vorausgegangene Entzündungen im Magen-Darm-Trakt und eine veränderte Darmflora können ebenfalls zur Entstehung eines Reizdarms beitragen. Ein Reizdarmsyndrom tritt familiär gehäuft auf.

Die Therapie richtet sich nach Art und Schwere der Beschwerden. Sinnvoll ist zunächst Lebensstil und Ernährung zu ändern. Eine medikamentöse Therapie sollte zeitlich begrenzt werden. Es können nur die einzelnen Symptome behandelt werden. Stehen zum Beispiel Blähungen und Schmerzen im Vordergrund, können krampflösende Mittel eingesetzt werden. Eine mehrwöchige Einnahme von Probiotika kann ebenfalls die Symptome verbessern.