Verschiedene Medikamente in der Hand - Häufig sind es ältere Menschen, die täglich mehrere Medikamente einnehmen müssen.

Medikamente im Alter – Das ist zu beachten

Einnahme, Wirkung und Nebenwirkungen von Arzneimitteln können bei Senioren mit Problemen verbunden sein. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit von Erkrankungen zu und damit auch die Einnahme von Medikamenten.

Artikel drucken

Besonders ältere Menschen leiden gleichzeitig an mehreren Krankheiten und müssen deshalb regelmäßig mehrere Medikamente einnehmen. Dabei kann es zu Arzneimittel-Interaktionen kommen: Verschiedene Arzneistoffe können sich gegenseitig beeinflussen.

Im Schnitt nehmen über 60-Jährige täglich drei Medikamente ein, bei den über 70-Jährigen sind es sogar acht. Damit steigt auch das Risiko von Nebenwirkungen.

Häufig treten dann Nebenwirkungen auf, die sich leicht einem erhöhten Alter zuschreiben lassen; zum Beispiel Mundtrockenheit, Schwindel oder Verwirrtheit. Man sollte diese aber ernst nehmen und die Dauermedikation von einem Arzt oder Apotheker überprüfen lassen.

Die Arzneimittel-Wirkung kann sowohl stärker als auch schwächer ausfallen

Im Alter kann die Wirkung von Arzneimitteln eine andere sein. Zum Beispiel kann die Wirkdauer von Arzneistoffen länger oder stärker sein, als bei jungen Erwachsenen.

Das liegt daran, dass manche Organe und der Magen-Darm-Trakt nicht mehr so effizient arbeiten wie in jüngeren Jahren. Es kann aber auch sein, dass Ältere weniger gut auf ein Arzneimittel ansprechen.

Probleme mit der Einnahme

Im Alter kommt es aufgrund von schlechter Sehkraft oder Vergesslichkeit häufiger zu Einnahmefehlern. Besonders bei ähnlichen Verpackungen besteht Verwechslungsgefahr.

Um den Überblick zu behalten, eignen sich Medikamenten-Dispenser bzw. -Dosierer, die in der Apotheke erhältlich sind. Beim korrekten Einschlichten kann man sich in der Apotheke helfen lassen.

Viele Senioren leiden zudem unter Schluckbeschwerden. Wenn das der Fall ist, können Tabletten und Kapseln in der Speiseröhre hängen bleiben und wirken dann nicht korrekt.

von der Apothekerin

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen feststellen.
  • Erwähnen Sie stets beim Arzt oder Apotheker, dass Sie Dauermedikamente einnehmen.
  • Erkundigen Sie sich vor einem Medikamenten-Kauf bei Ihrem Arzt oder Apotheker, ob das gewünschte Präparat für Sie geeignet ist.
  • Tabletten, Kapseln und alle anderen festen Arzneiformen sollte man im Stehen bzw. aufrecht mit reichlich Wasser einnehmen.
  • Bei Schluckbeschwerden sollte man sich beim Arzt oder Apotheker erkundigen, ob es das jeweilige Medikament vielleicht auch in flüssiger Form gibt.